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Frische Kräfte für die Chargers

23.11.2009 | 16:45 Uhr

Recklinghausen. Nach der Saison ist vor der Saison. Das wissen auch die Footballer der Recklinghausen Chargers und da sie zudem wissen, dass die nächste Spielzeit deutlich anspruchsvoller wird, trafen sie sich am Sonntag.

Eingeladen waren dazu nicht nur die Spieler, die die vergangene Saison so erfolgreich spielten und mit dem Aufstieg in die German Football League 2 (GFL 2) krönten. Eingeladen waren alle die glauben, dass sie den Chargers in der nächsten Saison helfen können.

48 Spieler konnten der Präsident Dietmar Müller und Headcoach Heiko Czarnotta begrüßen. „Achtzehn neue Akteure waren dabei. Etliche kommen aus der ersten oder zweiten Liga”, sagte Müller. „Zu weiteren sechs haben wir Kontakt.” Darunter sind auch Spieler, die für die neuralgische Position des Quarterback, des Spielmachers, in Frage kämen. Denn da ist sich Müller mit Czarnotta einig. „Da werden wir wohl wieder einen Amerikaner verpflichten. Zumindest wohl einen Ausländer.” Charles Lacy, der mit Beginn der zweiten Halbserie für Joey Smith auf der Quarterback-Position spielte, wird es wohl nicht werden. Dafür sind ein Deutsch-Amerikaner, ein Deutsch-Kanadier und auch der Quarterback der italienischen Nationalmannschaft, Nicola Scaglia, im Gespräch. Scaglia wird am 5. Dezember zu einem Probetraining in Recklinghausen vorbeischauen.

Die übrigen Akteure stellen sich am Samstag, 28. November, in einem ersten Training vor (12 Uhr, Sauerbruchhalle). Dabei überprüfen die Trainer der Chargers die Sprint-, Karft- und Ausdauerwerte aller Kandidaten. „Das sind standardisierte Tests”, sagt Czarnotta, der sich freuen würde, „wenn wir es in der kommenden Saison hinbekommen würden, wenn wir einen echten Konkurrenz-Kampf im Team hätten. Bislang war es immer so, dass wir keinen Spieler auf die Tribüne setzen mussten, weil wir nie so viele Spieler hatten, dass wir hätten auswählen können. Wir haben zwar sechzig Spielerpässe vergeben, hatten dann aber immer nur dreißig, fünfunddreißig Spieler. Neunundvierzig könnten wir in jedem Spiel einsetzen”.

Nicht nur bei den Spielern gibt es bei den Chargers Zuwachs, sondern auch bei den Trainern. Während in den vergangenen Jahren Czarnotta zuerst alleine, dann mit Achim Otto und Albert Thüssing drei Trainer aktiv waren, sind es seit 2007 kontinuierlich mehr geworden. So kamen nach und nach Kay Friedrich, Payman Dalili, Pascal Michelis, Mark Lackner und zuletzt Christian Kritzler dazu. Bei der Spielersitzung am Sonntag konnten Müller und Czarnotta dann mit David Klaus einen neuen Spielertrainer für die Position der Line-Backer vorstellen. Er spielte und coachte zuletzt Bielefeld in der Regionalliga. „Mit ihm”, sagt Czarnotta, „haben wir jetzt jeweils drei Trainer und dazu einen Koordinator für die Offensive und die Defensive. Damit kann ich jetzt auch endlich meiner eigentlichen Arbeit als Coach der Coaches nachgehen. Mehr denn je wird in der nächsten Saison die strategische Arbeit, die Spielvor- und nachbereitung wichtig sein. Einfach mal gucken wie die Kugel so fliegt, das geht nicht mehr.”

Markus Rensinghoff

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