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Freundliche Gastgeber

09.09.2012 | 15:56 Uhr
Freundliche Gastgeber
Dortmunds Trainer Jürgen Klopp war ein beliebtes Objekt der Autogramm-JägerFoto: Gerhard Schypulla

Marl. Die Kameras klickten, die Blitzlichter gewitterten, da wollte Ralf Köhler, Stadionsprecher des VfB Hüls, doch endlich mal anfangen mit der Konferenz nach dem Spiel. „Ihr dürft ruhig Applaus spenden“, sagte Köhler mit Blick auf die Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund) und Martin Schmidt (VfB Hüls). Den Beifall gab’s dann vorab, völlig zurecht für ein gelungenes Nachspiel nach dem 3:0-Testspielerfolg der Dortmunder am Badeweiher.

Denn die Hülser erwiesen sich auf ihre Art als freundliche Gastgeber. Als Ralf Köhler bat, Jürgen Klopp möge, nachdem am Freitag wegen des Länderspielwochenendes ein Drittel seiner Profis dabei gewesen seien, doch auch die anderen zwei Drittel mitbringen „beim nächsten Mal“, grätschte Horst Darmstädter, Fußball-Boss des VfB Hüls, grinsend dazwischen: „Wenn er dann noch Trainer ist.“ Klopp stellte daraufhin kurz fest: „Ich fühl’ mich hier pudelwohl . . .“

Wie seine Spieler schrieb auch Klopp in Marl Autogramme ohne Ende. Und sein Gang durchs Vereinsheim des VfB nach der Pressekonferenz wurde für ihn zum Kamera- und Smartphone-Parcours: Ein Foto mit dem Meister-Trainer wollten viele haben.

Über das vorherige Testspiel hatte Klopp gesagt: „Wie erwartet haben wir gegen eine gut organisierte Mannschaft gespielt, die mit Leidenschaft nach zuletzt unglücklichen Ergebnissen gespielt hat.“

Eine Mannschaft, die sich trotzdem auch in sportlicher Hinsicht als freundlicher Gastgeber erwies, für Martin Schmidts Geschmack in manchen Szenen des Spiels zu freundlich: „Wir haben 60, 70 Minuten gut gespielt, aber die Gegentore sind auch gefallen, weil bei uns jeweils die Mitte offen war.“ Und gegen Borussia Dortmund lief es für die Hülser insgesamt auch nicht viel anders als zuletzt in der Meisterschaft.

Waren Möglichkeiten da, blieben sie liegen. Martin Schmidt: „Mit dem Ergebnis bin ich deshalb nicht ganz einverstanden, weil wir durch Michael Oscislawski die Chance zum 1:1 haben.“ Und weil auch Yannick Goeckes möglicher Ehrentreffer doch keiner war, nachdem die Schiedsrichter auf Abseits entschieden hatten.

Was bleibt vom Dortmundes Gastspiel am Badeweiher: Viele Borussen-Unterschriften auf verschiedendsten Flächen - vom Trikot übers BVB-Buch bis hin zum Notizzettel - sowie Bilder ohne Ende. Ob mit der Kamera oder dem Smartphone.

VfB-Sprecher Stefan Berger freute sich seinerseits über das Geschenk des BVB-Pressesprechers Josef Schneck: Der brachte ein original Trikot von Moritz Leitner mit.

Aber auch Jürgen Klopp bekam noch was mit auf den Weg vom Badeweiher. Ralf Köhler verabschiedete ihn mit dem aufrichtigen Wunsch: „Dann weiterhin viel Erfolg. Bleibt vor Bayern - und hinter Schalke.“

Stephan Falk

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