FC 96 plant den Angriff

Trotz Platz sieben zum Jahreswechsel richtet man beim FC 96 den Blick unverhohlen in Richtung Spitze. Wir wollen uns oben festsetzen, fasst Zelimir Filipovic zusammen. Eventuell können wir nochmal Rang eins angreifen.

Recklinghausen.. Die direkte Bezirksliga-Rückkehr ist am Hohenhorst kein "Muss", eher ein "Kann". "Wenn wir in der Endabrechnung zwischen Platz eins und fünf einlaufen, haben wir eine gute Saison gespielt", sagt Filipovic. Dafür ist man beim FC 96 nochmal auf dem Spielermarkt tätig geworden: Vom SV Zweckel II (Kreisliga A Gelsenkirchen) verpflichtete man Tim Leinen und Rabie Semmo.

Damit schließt der FC 96 zwei Baustellen, die während der laufenden Spielzeit zutage traten. Leinen, der die komplette Vorbereitung in der Oberliga-Mannschaft der Gladbecker absolvierte, ist für den defensiven Bereich vorgesehen. "Er ist ein absoluter Allrounder, kann in der Viererkette und im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden", sagt Filipovic. Denn dort sieht der Sportliche Leiter noch erhebliches Verbesserungspotenzial. Von den Top Ten der Liga fing sich der FC 96 mit 32 Gegentreffer nach Teutonia SuS Waltrop II (34) die zweitmeisten und für Filipovic‘ Geschmack "viel zu viele."

Semmo hingegen ist für die vorderste Reihe im FC-Spiel vorgesehen. "Eigentlich haben wir gar keinen Angreifer im Kader", erkannte Filipovic. So hatte Trainer Dragi Durdevic aus der Not eine Tugend gemacht und mit Ridvan Öztürk einen gelernten Defensivmann in die Spitze beordert. Mit Erfolg. 13 Tore erzielte Öztürk bereits in der laufenden Spielzeit.
Mit der Hinrunde ist Filipovic nach eigenem Bekunden "nicht ganz zufrieden." Neben den Defensivschwächen macht der Sportliche Leiter zusätzlich noch eine Heimschwäche aus. In der Tat, auch hier liegt der FC 96 im Vergleich zur Konkurrenz mit geholten 13 Zählern nur im Mittelfeld.

Dennoch blickt man am Hohenhorst in Richtung Gipfel: Gewinnt der FC 96 nämlich das Nachholspiel bei Eintracht Datteln am 9. Februar, läge man eine Woche vor dem Ligastart nur noch einen Punkt hinter Spitzenreiter Spvgg. Erkenschwick II. Kein Wunder, dass man am Hohenhorst offen den Angriff auf die Spitze plant.