"Erste" patzt deutlich - zwei Notarzt-Einsätze bei der "Zweiten"

Die Kreisliga-Handballer des WHV haben das Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten im Tabellenkeller, den HC Westfalia Herne 3, klar verloren. Die zweite Mannschaft holte gegen ETSV Witten zwar einen Punkt, verlor aber zwei Spieler.

Waltrop.. Das personell arg geschwächte Team von Trainer Christian Habicht verlor mit 15:23 (7:10). Dass Stephan Speckbacker, Florian Bellendorf, Steffen Krebs und Nils Gasper fehlen würde, wusste Habicht. "Aber ich hatte mit dem Einsatz von Björn Peters und Björn Tögemann gerechnet, die sich aber beide zuvor im Spiel der Zweiten verletzt hatten und somit für unsere Partie ausfielen", so der Trainer.Somit waren die Voraussetzungen miserabel. Ein Highlight war die Rückkehr von Anreas Korte, der nach seinem Nasenbeinbruch aus dem Vorbereitungsspiel gegen den TuS Ickern erstmals in dieser Saison auflaufen konnte.Als Christian Habicht die wenig selbstbewusste Körpersprache seiner Spieler sah, ahnte er früh, dass es schwierig werden würde, dieses Spiel zu gewinnen.Eine vernünftige Leistung bot zwar Kain Benthaus, allerdings musste dieser nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe zu Beginn der zweiten Halbzeit das Spielfeld verlassen. "23 Tore in einem Spiel zu kassieren, ist in Ordnung. Wiederum aber nur 15 zu erzielen, reicht bei weitem nicht aus", so Habicht. So stand am Ende die klare Niederlage.Am Wochenende spielt die Mannschaft noch in Sprockhövel, ehe es dann erst wieder am 9. November weitergeht. "Ich bin enttäuscht. Aber die Pause wird uns gut tun. Daher werde ich auch keine Spieler am Sonntag zu früh einsetzen. Das wäre ein Fehler", so Habicht.
WHV: Trümper, Mertens - Benthaus 2, Szepaniak 5, Weichselbaum, Korte, T. Knößl 4, Vatterott 2, Schwarz, Jadzinski 1, M. Knößl, Walczak 1, Schiffer

Die Voraussetzungen vor Beginn des Spiels zwischen dem WHV II und ETSV Witten waren aus Waltroper Sicht nicht gerade rosig. Denn nur durch die Unterstützung von zwei U21-Akteuren der ersten Mannschaft konnte der WHV mit zwei Auswechselspielern antreten.
Eine Situation, die sich im Laufe des Spiels noch verschlechtern sollte. Von Beginn an kämpften die jungen Waltroper gegen eine erfahrene und körperlich stärkere Mannschaft. Durch eine sichere Abwehr konnte der WHV das Spiel bis zum 3:4 offen gestalten (10.), ehe dann der erste Schock kam.
Björn Tögemann verletzte sich bei einer Abwehraktion am Daumen so schwer, dass er mit dem Notdienst zur Klinik gebracht wurde. "Das war schon hart, wir haben rund zehn Minuten gebraucht, um den Schock wieder einigermaßen zu verdauen", so Spielertrainer Björn Peters. Durch Tempospiel schaffte es die Mannschaft dann den Rückstand aufzuholen und mit einem Tor Vorsprung in die Pause zu gehen.
Anfang der zweiten Halbzeit ging der WHV sogar mit 16:12 in Führung (40.). Immer wieder fanden die Gastgeber durch Spielzüge Löcher in der Abwehrreihe. Doch dann der zweite Notarzteinsatz (45.): Bei einem Angriff verdrehte sich Peters das Knie und wurde ebenfalls in die Klinik eingeliefert. "Im Laufe der Woche erfolgt die Untersuchung im MRT, dann weiß man mehr," so Peters. Auch hier brauchte die Mannschaft wieder ein paar Minuten, bis sich die Spieler erholt hatten. Die Gäste aus Witten glichen aus und gingen zwei Minuten vor Ende in Führung. Am Ende blieb es dann beim Unentschieden. "Ohne die Unterbrechungen hätten wir das Spiel gewonnen. Die Jungs haben toll gespielt und hätten einen Sieg wiedermal verdient gehabt", urteilte Peters.

WHV II: Möller, Mertens - F. Walczak 1, J. Walczak 7, Tögemann, Schiffer 2, Prinz 5, B. Peters 2, Becker 2, Benthaus 1