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Erst die Arbeit, dann der Genuss

27.06.2012 | 17:31 Uhr
Erst die Arbeit, dann der Genuss
VfB-Torwart Tobias Rantzow Foto: Mathias Schumacher / WAZ FotoPool

Marl. Der VfB Hüls tritt in der kommenden Saison als Aufsteiger in der Regionalliga an. Inwieweit sich das auf die Trainingsintensität für die Mannschaft auswirken wird, Torhüter Tobias Rantzow sieht dem ganz gelassen entgegen: „Wir waren ja in der vergangenen Saison schon gut in Form.“ Daran wird der VfB ab heute weiterarbeiten, der Regionalliga-Aufsteiger beginnt mit seiner Vorbereitung.

Es ist das erste Training für die Saison 2012/2013 heute am Badeweiher. Die offizielle Mannschaftsvorstellung und Saisoneröffnung nimmt der Klub am Sonntag, 8. Mai, vor, wenn der Niederrhein-Oberligist VfR Fischeln am Badeweiher zu Gast ist. Für Tobias Rantzow ist ein Trainingsauftakt am Badeweiher seit Jahren Routine. Seit 1999 steht er beim VfB Hüls im Tor. Immerhin ist es auch für ihn in dieser Spielzeit das erste Mal, dass er Torwart eines Regionalligisten ist. Dazu merkt Tobias Rantzow aber an: „Wir spielen ja nicht alle zum ersten Mal in der vierten Liga.“

Auch verstärkt sich der VfB zur anstehenden Saison. Mit Spielern, die aus dem Marler Umkreis stammen, von denen einige aber auch höherklassig gespielt haben. Tobias Rantzow freut sich auf sie alle: „Ich kenne die neuen Spieler bis jetzt noch nicht persönlich. Aber was ihre Verpflichtungen angeht, da habe ich volles Vertrauen in unsere Trainer.“

Es soll am Badeweiher so bleiben, dass der Zusammenhalt eine Stärke der Mannschaft bleiben soll. „Und der ist einfach größer, als wenn Spieler eine Stunde oder länger unterwegs sind, wenn sie zum Training kommen. Es kommt auf gute zwischenmenschliche Beziehungen an.“ Das soll den Verein weiter auszeichnen: „Für diese Spielklasse sind wir nun mal ein kleiner Verein.“

Dessen erste Mannschaft sich in neuer sportlicher Umgebung aber behaupten will. Die Frage, inwieweit der VfB als kleinerer Regionalliga-Verein eher verbissen oder doch etwas lockerer die neue Spielzeit angeht, differenziert der Torhüter so aus: „Schon verbissen, wir sind ja Sportler. Andererseits wollen wir diese Saison auch genießen.“

Auch Tobias Rantzow. 32 Jahre alt ist er jetzt, als neuer Torhüter kommt Emanuel Schmid (zuletzt TSV Marl-Hüls) dazu, aber eine Wachablösung im VfB-Tor ist offenbar noch kein Thema: „Ich will spielen, solange ich gesund bin“, sagt Rantzow, der aber auch darauf hinweist: „Im Amateurbereich ist es schwieriger, lange auf hohem Niveau zu spielen. Da kannst Du Dich nicht wie ein Profi mal einen ganzen Tag lang pflegen lassen, sondern Du hast eine andere Belastung, wenn Du den Fußball und Deinen Beruf miteinander vereinbaren musst.“

Unter Woche, beim Training, machen das die Hülser drei- bis viermal. In der vergangenen Saison kam’s drauf an, sagt Tobias Rantzow. Worauf? „Wie erfolgreich Du bist. Bist Du es, dann kannst Du auch mal nach einem trainingsfreiem Tag fragen.“ Wenn nicht, dann fehlt das wichtigste Argument.

Stephan Falk



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