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Erhöhte Trainingsqualität

30.09.2011 | 14:55 Uhr
Erhöhte Trainingsqualität
Boris Kaminski

Recklinghausen. Seit 2009 ist Boris Kaminski (34) Trainer des Basketball-Zweitligisten RheinlandVersicherung Hertener Löwen. Vor dem ersten Saisonspiel gegen die Hannover Tigers (Sa., 19.30 Uhr, Gesamtschule) sprach WAZ-Redakteur Markus Rensinghoff mit ihm über den verspäteten Start, die Hertener hatten am ersten Spieltag frei, über seine dritte Saison in Herten.

Haben Sie Angebote aus der Wirtschaft bekommen?

Boris Kaminski: Warum?

Weil Sie es in der vergangenen Spielzeiten geschafft haben, mehr aus ihren Teams herauszuholen, als es die Summe der Einzelteile vermuten ließ.

Wir wollen halt immer oben dabei sein. Oben zu bleiben, ist die Schwierigkeit. Aber dafür haben wir nun auch den dritten Amerikaner verpflichtet.

Dadurch bleibt nicht mehr so viel Spielzeit für die jungen Spieler.

Die jungen Spieler sind besser geworden. Dadurch erhöht sich schon einmal die Trainingsqualität. In der vergangenen Saison ist in der Tat wenig Spielzeit für sie übrig geblieben, eben auch, weil sie oft direkt vom Spiel der zweiten Mannschaft kamen. In der Vorbereitung hat ein Christian Marquardt seine 20 Minuten bekommen, ein Julian Schütz 15 bis 17 Minuten.

Am ersten Spieltag hatte Ihr Team frei. Gab es bereits Überraschungen?

Schwelms Niederlage in Stahnsdorf vielleicht. Ansonsten habe ich nur das Spiel Hannover gegen Wolfenbüttel mehrfach gesehen. Wir spielen am Mittwoch in Wolfenbüttel. Hannover fand ich gut. Die haben vor eigenen Fans aggressiv verteidigt.

Was sind die drei Amerikaner für Typen?

Ryan Daugherty ist verspielt, sucht den Kontakt zum Publikum. Er ist nicht der disziplinierte Aufbauspieler, er braucht den Ball. Das stößt nicht unbedingt bei jedem auf Gegenliebe. Aber wir brauchen so einen Spieler. Raymond Wright ist ein Phänomen. Er sieht nicht besonders explosiv aus, gerät dann aber in Höhen, die man ihm nicht zutraut. Dazu hat er einen sehr guten Wurf aus der Mitteldistanz. Josh Taylor ist Dreierschütze und ein groß gewachsener Spieler und schwer zu verteidigen. Wichtig ist, dass sie gut integriert sind, teamdienlich spielen, wissen was wir wollen und das machen.

Erst die Platzierungsrunde, dann die Play-Offs. Bleibt es dabei, dass Sie noch nicht alle Karten aufdecken?

Wir lassen Raum für Entwicklung, erarbeiten jetzt noch nicht alle Spielsysteme bis ins letzte Detail. Für die Verteidigung haben wir nur die grundlegenden Sachen einstudiert. Vor dem Beginn der Play-Offs werden wir wieder an der Kondition arbeiten.

Erst in den Play-Offs zählt es richtig. Kann man jetzt noch zurückhaltend spielen?

Es wäre fatal, so etwas zu vermitteln. Wir gehen jetzt schon jedes Spiel mit dem nötigen Ernst an. Das Team nimmt das auf. Am Mittwoch musste ich ein Trainingsspiel beim Stand von 7:7 abbrechen, weil es Uneinigkeiten über Foulentscheidungen gab. Am Donnerstag kamen die Spieler zu mir, wollten weiterspielen. Genau das Spiel. Es würde ja 7:7 stehen.

Sind alle Spieler fit?

Christoph Hackenesch macht mir Sorgen. Er musste das Training abbrechen. Ich hoffe, dass er uns überhaupt helfen kann.

Gibt es etwas Neues, beim Warm-Up vor dem Spiel?

Es gibt ein neues Video, das dann auf der Anzeigetafel gezeigt wird. Ansonsten bleibt es beim gleichen Prozedere . . .

. . . und Boris Kaminski beim schwarzen Anzug?

Eher nicht. Es ist ja so warm. Es wird eher die schwarze Hose mit einem schwarzen Shirt.

Markus Rensinghoff

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