Erfolgserlebnis gesucht

Der Applaus von den Rängen linderte den Schmerz etwas. Wir haben einen großartigen Kampf geliefert, blickt PSV-Trainer Dominik Rochholz, der zusammen mit Christoph Elvert das Trainergespann bildet, zurück. Dafür sind wir aber nicht belohnt worden. Wenn die 22:23 (10:11)-Niederlage gegen den TV Germania Kaiserau den B-Juniorinnen der PSV eines lehrt, dann, dass in der Oberliga Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden.

RECKLINGHAUSEN.. Die 50 Spielminuten in der Halle Nord waren, wie schon das Ergebnis belegt, äußerst ausgeglichen. Zwar lief die PSV einem Rückstand hinterher, verlor aber nie den Anschluss. Vor allem im Rückraum verrichteten Annika Elvert, Lea Lukas und Annika Fricke wertvolle Arbeit, initiierten viele Angriffe oder schlossen meist erfolgreich ab. Bei 10:11 für Kaiserau wurden die Seiten getauscht.

Es folgte direkt nach Wiederbeginn die stärkste Phase der Heimsieben. Die PSV drehte das Spiel und ging mit 16:14 (31.) und später gar mit 18:15 (36.) in Führung. Doch genau in dieser Phase verlor das Rochholz-Team offensiv den Faden, vergab teilweise sehr gute Einschussmöglichkeiten. Statt einer Vorentscheidung glich Kaiserau durch Nele Zimmer aus und geriet durch einen Treffer von Julia Ritter mit 18:19 in Rückstand (42.). Diesen konnte die PSV nicht mehr wettmachen, auch nicht nach der Umstellung in der Abwehr auf eine 1:5-Formation, in der Julia Ritter kurz genommen wurde.

"Da geraten wir dann unter Druck und müssen unter Zeitnot Würfe nehmen, wo wir sonst den Angriff ausgespielt hätten", resümiert Rochholz, der dennoch seiner Mannschaft "keinen Vorwurf" machen konnte und wollte. "Wir haben gut gespielt, es hat aber einfach nicht gereicht." Trotz dreier Niederlagen zum Auftakt wollen Rochholz und Elvert die Ruhe bewahren. "Wir machen uns nicht verrückt. Uns war klar, dass in der Oberliga viele enge Partien anstehen würden und Kleinigkeiten entscheiden. Die Mannschaft nimmt aber eine gute Entwicklung und wird sich auch bald mit Siegen belohnen." Damit es nicht nur zum aufmunternden Applaus von Rängen reicht.