Entwarnung
11.08.2009 | 18:19 Uhr 2009-08-11T18:19:00+0200Mit einer Englischen Woche beginnt die Saison 2009/10 in der Fußball-NRW-Liga. Drei Spiele binnen acht Tagen. Beim VfB Hüls mussten sie sogar fürchten, den Auftakt unter dem Motto „Der englische Patient” zu betrachten.
Marl. Beide Innenverteidiger verletzten sich im ersten Spiel, Tim Dosedal musste angeschlagen auf die Zähne beißen, um 90 Minuten durchzuhalten, Torhüter Tobias Rantzow und Stürmer Seyfullah Kalayci fehlen sowieso. Das sah nicht gut aus für das zweite Spiel heute Abend bei der SSVg. Velbert (19 Uhr, Stadion Sonnenblume).
Allerdings konnte Klaus Täuber schon gestern wieder Entwarnung geben. „Die Verletzungen sind nicht ganz so schlimm wie befürchtet”, sagt der VfB-Trainer. Sebastian Senger und Marc-Andre´ Narewsky sind vermutlich schon Sonntag wieder einsetzbar, Dosedal wird wohl heute auflaufen. Fast alles in Butter also am Badeweiher. Zumal die vermeintliche zweite Garde in der Innenverteidigung, Sven-Ole Lemke und Michael Planhof, ja der gegen Herne zunächst aufgebotenen Paarung Senger/Narewsky ebenbürtige ist. „Beide haben stark gespielt”, lobt Klaus Täuber, der heilfroh ist, gerade in der Verteidigung über mehrere nahezu gleichwertige Alternativen zu verfügen.
Das wird heute auch wieder gefragt sein. Denn Velbert ist nicht nur in den Augen des VfB-Trainers eine der Topmannschaften der Liga. „Eine hohe Hausnummer.” Weil der Kontrahent aber eine 3:0-Führung in Bergisch Gladbach trotz zahlenmäßiger Überlegenheit beinahe noch aus der Hand gab, Trainer Marek Lesniak warf seiner Elf später Arroganz vor, ist Täuber optimisisch: „Die sind auch noch nicht bei 100 Prozent. Warum soll in Velbert nichts zu holen sein für uns?”
Vielleicht weil der SSVg. Velbert von heute nicht mehr der abgestürzte Titelfavorit von gestern ist. Marek Lesniak rettete den Klub im Vorjahr vor dem Abstieg, wobei der bescheidene Pole seinen Anteil daran kleinredet. „Ich habe auch nichts anderes gemacht als die Trainer zuvor. Die Mannschaft hat nur besser mitgemacht und sich selbst aus dem Sumpf gezogen.” Womöglich hat der Coach, es war der dritte in der Saison 2008/09, den Hebel an der richtigen Stelle angesetzt. „Vielleicht haben sich meine Spieler letztes Jahr davon verrückt machen lassen, als Meisterschaftsfavorit zu gelten. Davon will ich nichts wissen, auch wenn einige uns zu den Topteams zählen. Zu einer Spitzenmannschaft fehlt uns noch ein wenig.”
Damit sind sich die Kollegen Täuber und Lesniak zwar nicht ganz einig. Aber das wird das gute Verhältnis der beiden nicht trüben. Voll des Lobes über den jeweils anderen sind die Ex-Profis, die in der Bundesliga-Saison 1988/89 gemeinsam bei Bayer Leverkusen spielten. Auch später gab es noch Berührungspunkte. Klaus Täuber: „Es ist schon kurios. Aber ich habe mit Essen gegen Velbert gespielt, als Marek dort entlassen wurde. Und wir haben kurz nach seiner Rückkehr auch mit dem VfB gegenVelbert gespielt.”
»Marek ist ein Pfundskerl. Ich freue mich immer wenn ich ihn sehe. Das kann man ja nicht über jeden sagen, mit dem man mal gespielt hat.«
Klaus Täuber über Marek Lesniak
»Ich habe schöne Tage mit Klaus in Leverkusen erlebt. Wir haben uns immer gut verstanden und verstehen uns heute auch noch. Ich bin froh, so einen Kollegen zu haben.«
Marek Lesniak über Klaus Täuber

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