Entspannter Herbstmeister

Stolz, erfreut, entspannt, aber auch abwartend so lässt sich der aktuelle Gemütszustand von Teutonen-Trainer Ralf Zeitz trefflich beschreiben. Der Grund dafür ist der Gewinn der Herbstmeisterschaft seiner Mannschaft in der Bezirksliga 9.

WALTROP.. "Es macht Spaß, mit diesen Jungs zu arbeiten", sagt Ralf Zeitz. Bei den Trainingseinheiten kann er im Schnitt 16 bis 20 Spieler begrüßen. Es läuft rund am Sportzentrum Nord.
"Vor dem spielfreien Totensonntag hatte ich den Spielern gesagt, dass das Training am Dienstag und Donnerstag ausfällt und nur die Einheit am Freitag stattfinden würde. Da gab’s Protest. Letztlich haben wir uns dann auch dienstags noch getroffen", erzählt der Coach, der auf dieses Engagement seiner Mannschaft stolz ist.
Wie er sich den aktuellen Erfolg seiner Truppe außerdem erklärt?

Eine gute Kameradschaft
"Wir haben ein gutes Team. Aber nicht nur in fußballerischer Hinsicht. Die gute Kameradschaft macht es zudem aus", ist der Coach überzeugt.
Im März 2013 war er - nach einem Engagement als Coach Ende der 90er-Jahre - als "Feuerwehrmann" zurück ans SpoNo geholt worden. "Es blieb leider zu wenig Zeit, um den Abstieg aus der Landesliga zu verhindern", blickt Zeitz kritisch zurück.
Es folgte eine gute Hinrunde in der Saison 2013/14 und eine noch bessere Rückrunde. "Der vierte Platz am Ende der Serie war ein schöner Erfolg für diese Mannschaft", so Zeitz.

Vergleich zur vergangenen Saison
Jetzt also feiert die Truppe um Kapitän Dennis Behrens die Herbstmeisterschaft. Dabei hat sich die Mannschaft im Vergleich zur Vorsaison gar nicht großartig verändert. "Lediglich" Simon Dördelmann und Jan Schulze aus den eigenen Reihen kamen hinzu. Dördelmann sorgt für Stabilität im Mittelfeld, Schulze schoss erst noch am Sonntag beim Spiel in Disteln die beiden Tore beim 2:0-Auswärtssieg.
Was beweist, dass teure Verstärkungen mit Spielern anderer Klubs gar nicht sein müssen, um erfolgreich zu sein. Bestes Beispiel ist der FC Frohlinde. Der ist gespickt mit vielen hochkarätigen Einkäufen und wurde als einer der Meisterschaftskandidaten gehandelt. Aktuell liegt die Mannschaft mit zehn Punkten Rückstand auf den Waltroper Primus auf Platz sechs.

"Wir träumen nicht vom Aufstieg"
Die Meisterschaft sei in Teutonen-Reihen kein Thema, sagt Zeitz. "In meiner langen Zeit als Trainer bin ich gut damit gefahren, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Wir träumen nicht vom Aufstieg."
Ihm ist wichtig, dass seine Mannschaft mit derselben Konzentration und Ernsthaftigkeit wie zuletzt auch am kommenden Sonntag im letzten Ligaspiel dieses Jahres beim TSV Marl-Hüls II (12.) zu Werke geht. "Denn wir würden natürlich schon sehr gerne an der Tabellenspitze überwintern", gibt Zeitz zu.
Schließlich spielt seine Mannschaft (34 Punkte) dann im ersten Spiel 2015 gegen den aktuellen Tabellenzweiten Arminia Marten (32 Punkte).

Hallenturniere sind eine "nette Abwechslung"
Nach dem Spiel in Marl wird Zeitz das Trainingspensum reduzieren. Es folgen die Hallenturniere des VfB (21. Dezember) und das eigene (23. Dezember). "Das wird eine nette Abwechslung", glaubt Zeitz. Das Entscheidende ist aber für ihn, "dass sich da niemand verletzt."
Im gesamten Januar ist Pause angesagt, ehe Zeitz wohl Anfang Februar wieder mit dem Team ins Training einsteigen wird.
Und am 15. März steht dann das Heimspiel gegen Marten an. Doch daran denken die Teutonen jetzt noch nicht. Sie wollen ja einen Schritt nach dem anderen machen - und der nächste heißt eben TSV Marl-Hüls II…