Eitel Sonnenschein
06.06.2011 | 16:27 Uhr 2011-06-06T16:27:00+0200Frankfurt. Das große angekündigte Gewitter blieb aus und nach einem spannenden Wettkampftag herrschte für die Männer des Ruderverein Rauxel zum Liga-Auftakt in der Frankfurter Main-Arena eitel Sonnenschein. Mit einem siebten Platz setzte die Crew von Trainer Yorck Polus gleich ein Ausrufezeichen und zeigte eindrucksvoll, dass sie sich erneut in der Top Ten der Ruder-Bundesliga etablieren möchte.
Aus vestischer Sicht war es ein über weite Strecken rundum gelungenes Wochenende auf dem Main, wo die Mannschaften aufgrund der welligen Bedingungen vor allem technisch gefordert waren. Rauxels Trainer Yorck Polus, beruflich als Moderator für das ZDF unterwegs und zuletzt noch beim Weltcup in München im Einsatz, fand nach dem über zehnstündigen Renn-Paket nur lobende Wor-te: „Das Niveau ist deutlich angestiegen. Es macht richtig Spaß, hier zuzuschauen.“ Wer vorne mitfahren möchte, der muss deutlich mehr investieren, als noch vor drei Jahren als die Liga gegründet wurde.
Das bekommt auch Juliane Möcklinghoff (Datteln) vom Hamburger Alsterachter zu spüren. Die Konkurrenz hat enorm an Fahrt aufgenommen und setzt alles daran, den zweimaligen Liga-Champion aus der Spur zu bringen. Umso erleichterter waren Möcklinghoff und ihr Team über den Tagessieg. Doch die zweitplatzierten Krefelderinnen, mit an Bord die Waltroperin Theresa Hülsmann, kündigten schon für den nächsten Renntag Anfang Juli in Münster Revanche an. Maren Derlien (Waltrop), die nach einjähriger Wettkampfpause jetzt für Germania Düsseldorf startet, hatte sich allerdings mehr als nur den elften Platz erhofft. Der Rauxeler Frauen-Vest-Express lag noch einen Platz dahinter, hatte aber diesmal mit enormen personellen Problemen zu kämpfen.
Mehr hatte sich auch Christian Ulrich (Waltrop) mit dem Clubachter vom Hamburger und Germania Ruderclub ausgerechnet. Platz sechs war ein Schuss vor den Bug, eigentlich wollten die Hamburger Seriensieger Krefeld ärgern. Die Männer des RV Rauxel hatten schnell die erste Tabel-lenhälfte erreicht. Auch dank der jungen Julien Corzilius und Michel Palisaar, die im Schlaghaus für Wirbel sorgten. Die Mannschaft ließ sich gerne davon anstecken.

0mitdiskutieren