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Eine kräftige Scheibe

25.05.2012 | 18:42 Uhr
Eine kräftige Scheibe

Recklinghausen. Die Hertener Löwen bleiben wie die meisten anderen ambitionierten Basketballvereine auch bei der Vermeldung neuer Spieler bei ihrer Scheibchen-Taktik. Am Freitag folgte der nächste neue Akteur für die neue Saison des Basketball-Zweitligisten. Um im Bild zu bleiben: Es ist eine kräftige Scheibe. Nach Adrian Bowie, Christoph Hackenesch (bleibt), Mark Depta, Tim Schönborn und Johannes Grote melden die Hertener diesmal als Zugang vom Liga-Kontrahenten Schwelmer Baskets Julius Dücker. Der Center ist 28 Jahre alt, ist gebürtiger Berliner, wiegt bei einer Körperhöhe von 2,04 Metern 115 Kilogramm und spielte vor seiner Zeit in Schwelm auch für Paderborn, Salzkotten und Lichterfelde. Er bringt nicht nur körperliche Dominanz, sondern auch viel Erfahrung mit. Im Zusammenspiel mit Hackenesch, der als einer der ersten seinen Vertrag bei den Hertenern verlängert hatte, sollte man davon ausgehen, dass die Hertener unter den Körben wenig Probleme bekommen sollten.

Zumal Manager Dirk Ewald ankündigt, dass Dückers Verpflichtung nicht die letzte für diese Position gewesen ist. „Wir werden auch noch einen Center aus den USA verpflichten.“ Oder die Hertener haben es bereits getan. Wie wohl auch einen Flügelspieler. Mehrfach hat Ewald inzwischen gesagt, dass der Kader für die kommende Saison komplett sei. „Wir melden aber eben immer nur einen Spieler nach dem nächsten.“ Damit bleiben die Hertener im Gespräch. Wobei das für Ewald nicht der Hauptgrund für die Einzelmeldungen ist. „Wir gehen die Verpflichtungen und deren Meldungen darüber ganz entspannt an. Wir machen da den Spielern keinen Druck. Bei uns geht es weiterhin eher familiär und nicht so ernst wie bei den Profis zu. Wenn ich den unterschriebenen Vertrag zu Hause habe, ist mir fast egal, wie lange ein einzelner Akteur noch braucht, um seinem alten Verein mitzuteilen, dass er geht und uns dann grünes Licht für eine offizielle Mitteilung gibt.“

Dücker hat das längst getan. Fünf Jahre war für die Schwelmer aktiv und hat in der Zeit nicht einmal gegen die Hertener Löwen verloren. Allerdings gab es auch nur vier Spiele. Schwelm musste erst aus der Regionalliga aufsteigen. Er freue sich auf eine neue Herausforderung in Herten, sagt Dücker. „Da ich schon oft in Herten gespielt habe, kenne ich die gute Stimmung in der Halle und bin mir sicher, dass wir mit der Unterstützung der Fans wieder eine erfolgreiche Saison spielen werden.“

Davon kann man inzwischen ausgehen. Die Mannschaft wird zwar ein fast komplett anderes Gesicht bekommen, aber sie ist zumindest Stand 26. Mai, nominell nicht schlechter, als sie es in den vergangenen drei Jahren war unter Boris Kaminski. Sein Nachfolger Dirk Altenbeck ist derzeit für eine Woche im Urlaub, hat zusammen mit Ewald aber eben auch schon die wichtigste Arbeit bereits geleistet. Die Ergebnisse gibt es weiter in Scheiben. So muss das bei den Basketballern wohl sein.

Markus Rensinghoff



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