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Ein Platz und ein Training

19.10.2010 | 19:10 Uhr
Ein Platz und ein Training
Gemeinsames Training von Senioren und Junioren. Das ist eine der Ziele des neuen Chargers-Präsidenten. Foto: Joachim Kleine-Büning

Recklinghausen.Die letzten Formalitäten sind noch zu regeln. Aber Eberhard Conrad, neuer Präsident von Football-Regionalligist Recklinghausen Chargers, hat klare Vorstellungen, die er in seiner Amtszeit erreichen möchte.

Ganz oben auf der Liste steht dabei die stärkere Anbindung der Jugendmannschaften an die Regionalliga-Männer von Trainer Heiko Czarnotta. Es geht um Synergieeffekte. Bevor das vereinsinterne Zusammenrücken aber vollzogen werden kann, muss erst noch ein örtliches stattfinden. „Die Jugend trainiert auf dem Platz an der Karlsbader Straße, die erste Mannschaft im Hohenhorst-Stadion. Jetzt müssen wir versuchen alle auf einen Platz zu kriegen“, so Conrad. Ist diese Hürde genommen, soll unter anderem gemeinsam trainiert werden. „Die technischen Übungen sind alle gleich, egal ob Jugend oder erste Mannschaft. Wir müssen unsere Coach-Kapazitäten voll ausschöpfen.“

Alle Teams sollen auf einem Platz trainieren

Langfristig soll auch im taktischen Bereich nahezu Einigkeit herrschen. „Die verschiedenen Teams haben verschiedene Playbooks. Wenn ein Jugendspieler hochkommt, dann muss er also erst einmal das neue Playbook lernen. Das ist doch verlorene Zeit. Wir müssen alle eine Sprache sprechen. Im Optimalfall beginnt ein Spieler mit zwölf oder 13 Jahren in der C-Jugend und wenn er in die erste Mannschaft kommt, dann kennt er alle Begriffe und Plays schon. Aber das liegt momentan noch in weiter Ferne.“

Dennoch sollen natürlich auch in Zukunft weiter starke Leute von Auswärts geholt werden. Auch wenn die Chargers durch den Abstieg aus der 2. Football-Bundesliga ein wenig an Attraktivität im Vergleich zu anderen Klubs in NRW eingebüßt haben. Conrad: „Essen und Düsseldorf liegen als Erstligisten vorne. Es gibt da zwar noch Mönchengladbach, aber das ist ja nicht mehr ganz unser Einzugsgebiet. Der Nachteil bei sogenannten Legionären ist natürlich, dass sie den Verein oft nach zwei, drei Jahren wieder verlassen.“ In den geregelten Trainingsbetrieb steigen die Recklinghäuser am 30. Oktober wieder ein.

Stefan Müßner

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