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Ein Mann, ein Wort

29.09.2008 | 16:57 Uhr

Payman Dalili bringt als neuer Trainer der Chargers jede Menge Erfahrung mit. Der Klub veranstaltet am 1. November ein offenes Tryout.

Recklinghausen. Wer seinen Vornamen hört, denkt sofort an Hollywood-Streifen wie „Payback”, Martialisch geht es da zu. „Gerne” packt auch Payman Dalili, der neue Trainer und bereits bekannte Defensivspieler von American-Football-Regionaligist Recklinghausen Chargers kräftig zu. Aber nur auf dem Feld. Die Bedeutung seines Namens geht jedoch vielmehr auf das persische Wort für Ehrenwort zurück. Wie im Film könnte es auch für einen Laien in Sachen Football zugehen. Am 1. November halten die Chargers ein offenes Tryout ab. „Wir suchen immer Spieler. Da stocken wir auch gerne den Kader immer weiter auf”, so Dalili.

Was in so einem Tryout passieren kann, erlebte vor 34 Jahren ein gewisser Vincent Papale. Der schaffte es bis ins NFL-Team der Philadelphia Eagles. Seine Geschichte wurde in „Unbesiegbar” verfilmt. Kein Wunder. Die Chancen von null auf hundert durchzustarten, sind minimal. Dalili: „Die Teams in der NFL nehmen ja nur Spieler aus dem College oder von der High School, normalerweise nicht den einfachen Mann von der Straße.”

Was können Teilnehmer am Tryout denn erwarten? „Wir werden die 40-Yard-Zeiten messen, es gibt Bankdrücken, Hochsprung und anderes”, sagt Dalili. „Das ist wie unser Fitnesstest, den wir alle drei Monate durchführen.” Eine offene Position ist die des Quarterbacks, die in der vergangenen Saison noch Heiko Czarnotta besetzte. „Wir hoffen sicherlich da jemanden zu finden, Aber wir haben ja noch andere Quarterbacks im Kader und außerdem kommt noch unser Mann aus der Jugend nach oben.”

Eine feste Größe in der Mannschaft bleibt aber der 33-jährige selber. Als Strong Safety oder Defensive Tackle hält er die Offensive der Gegner auf. Das tut er mittlerweile schon seit mehr als 16 Jahren. Los ging es in Münster, bei den Mammuts. Für die tackelte er sich schon durch die 1. Bundesliga und spielte später auch gegen die Chargers. „Als die Chargers aufgestiegen sind, haben sie 19:1-Punkte geholt. Den einzigen Gegenpunkt haben wir ihnen geklaut.”

Mit der Zeit übernahm Dalili den Posten des Trainers bei den Münsteranern, doch nach ein paar Jahren fehlte ihm die Perspektive. „Das war zuviel Einbahnstraße. Münster ist eben westfälisch. Football ist mehr ein Event als ein Sport. Und dort hat einfach das Drumherum nicht gestimmt.”

Bei den Chargers, wo er seine Laufbahn langsam ausklingen lassen wollte, ist das anders. Es gefällt ihm sogar so gut, dass er sich noch einmal als Coach zur Verfügung stellt. „Eigentlich wollte ich noch zwei, drei Jahre richtig geil spielen. Aber da ich sowieso eine leitendene Person im Team bin, war die Trainerposition keine große Veränderung. Es kann auch sein, dass ich noch das ein oder andere Jahr dranhänge.”

Stefan Müßner

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