Ein blauäugiges Verhalten
08.12.2008 | 17:07 Uhr 2008-12-08T17:07:00+0100Der FC 96 Recklinghausen und Spielervermittler Necdet Tanis gehen getrennte Wege
Das hörte sich alles so prima an. Ein Spielervermittler möchte seine überwiegend unbekannten Spieler zur besseren Präsentation bei einem Amateurverein parken und dem Klub für sein Entgegenkommen ein hübsches Sümmchen hin-überschieben. So geschehen beim FC 96 Recklinghausen, dessen „Ehe” mit Vermittler Necdet Tanis anscheinend beendet ist.
Schon kurz nach der Vertragsunterzeichnung war das Tischtuch angeschnitten. Trainer Peter Anders klagte über Unruhe und sah den Erfolg in Gefahr. Zurecht. Fremde Spieler kommen und gehen. Nicht etwa, weil es Anders so will. Sondern deshalb, weil Tanis sie schickt und wieder wegholt, um Geld damit zu verdienen. Das war so bekannt. Schließlich hat er sich so auch vorgestellt. Er ist Spielervermittler.
Die Schwierigkeiten waren abzusehen. Vielleicht war man im Vorstand doch etwas zu blauäugig und träumte nur von großen Fußballzeiten.
Die eigene Geschichte hätte Warnung genug sein müssen.
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