Dördelmann erlöst Teutonen - Siegtreffer in der 93. Minute

Um 16.48 Uhr kannte der Jubel beim Anhang von Teutonia SuS keine Grenzen mehr. Soeben hatte Simon Dördelmann in der 93. Spielminute den Treffer zum 1:0-Erfolg des Teams von Trainer Ralf Zeitz markiert. Nur 20 Sekunden später war das Ergebnis dann amtlich, weil der junge Schiedsrichter Felix Franzke die Partie beendet hatte.

Waltrop.. "Glücklich, weil der Treffer in der Nachspielzeit fiel, aber aufgrund unseres insgesamt guten Auftritts durchaus verdient", lobte der Coach direkt nach dem Abpfiff sein gesamtes Team. Aber auch Zeitz hatte erkannt, dass es durchaus auch anders hätte laufen können, wenn die Gastgeber ihre Chancen genutzt hätten. "Aber das wäre schon bitter für mein Team gewesen", meinte Zeitz.
In der ersten Halbzeit hatten zunächst die Teutonen durch Konter von Marcel Tönning (7.) und Hendrik Köster (18.) zwei gute Gelegenheiten. Doch beide Male war der Angriff nicht konsequent genug zu Ende gespielt worden.

Gleiches galt dann auf der anderen Seite, als der brandgefährliche Veli Pehlivan, der in der zweiten Hälfte Gelb-Rot gefährdet ausgewechselt wurde (75.), zweimal völlig frei zum Kopfball kam (23./28), aber verzog. So wurden die Seiten mit einem leistungsgerechten Remis gewechselt. Zunächst hatte nun Marten gute Gelegenheiten durch Sven Barton (46.), Pehlivan (46.) und Alexander Schwarz (48.). Da schienen die Waltroper mit den Gedanken noch in der Kabine zu sein, doch dann lief es besser bei den Teutonen und es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann das 1:0 fallen würde. Doch Jan Schulze (50./62./63.) vergab genauso wie Dördelmann (62.) und Tönning (76.).

Erst in der Schlussphase hatte dann auch der hochgehandelte Gastgeber einige hochkarätige Chancen. Doch bei Schüssen von Fabian Ostrowski (79.) und erneut Schwarz (85.) konnte Waltrops Keeper Maurizio Oleyniczak sein Können unter Beweis stellen und entschärfte die brandgefährlichen Aktionen mit Bravour.
In der 90. Minute folgte noch ein Gewaltschuss von Barton, der zur Ecke geklärt werden konnte, dann hatte Marten sein Pulver verschossen und richtete sich schon auf die Nullnummer ein.
Doch in der Nachspielzeit nutzte Dördelmann eine Unachtsamkeit in der Abwehr des Gastgebers und netzte mit einem sehenswerten Schlenzer zum Sieg für die Teutonen ein.
Für Martens Trainer Werner Kötter ein unfassbares Tor. So kommentierte er das Abwehrverhalten seines Teams kurz und knapp mit "dilettantisch".
Ein Blick auf die Tabelle lässt derzeit die Herzen der Teutonen-Fans höherschlagen. Gemeinsam mit den beiden Dattelner Klubs steht Teutonia SuS an der Spitze.