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Das Topspiel in der Bezirksliga

Disteln erwartet TuS Haltern

23.10.2009 | 11:32 Uhr

Recklinghausen. Wenn einer weiß, was in der Fußball-Bezirksliga vor sich geht, dann ist es Josef Ovelhey. Der Trainer des SV Lippramsdorf ist bereits seit zwölf Jahren als Bezirksliga-Übungsleiter tätig, vier davon in der Borkener Gruppe, die übrigen acht in der aktuellen Fassung.

Josef Ovelhey Foto: Gerhard Schypulla

Als so eine Art Bezirksliga-Papst und als Trainer einer Mannschaft, die bereits gegen die beiden Top-Teams der Liga gespielt und verloren hat, fällt ihm eine Analyse vor dem Spitzenspiel zwischen Vestia Disteln und dem TuS Haltern so leicht, wie Franz Beckenbauer ein „Schau'n mer mal" über die Lippen geht.

„Vestia Disteln hat mit seinem Stürmer-Dreigestirn seine Stärken in der Offensive. Mit Sezgin Salli haben sie einen Garanten für Tore in entscheidenden Situationen. Außerdem haben sie mit Mark Pawlowski, der von uns kam, einen sehr guten Offensivmann. Hinzu kommt Zoran Georgiev." Schwächen hat er aber auch ausgemacht: „Dafür sind sie hinten nicht ganz so sattelfest, auch wenn sie bisher nur wenige Gegentore bekommen haben. Aber ihre Offensive ist so stark, das wenig Druck auf die Defensive entsteht."

Das genaue Gegenstück will er beim Halterner Stadtrivalen erkannt haben. „Der TuS steht hinten sehr stabil mit seiner Viererkette und hat ein sehr, sehr gutes Mittelfeld mit Sven Hozjak, Michael Döll und Daniel Haxter. Der Sturm ist nicht ganz so erfahren. Wenn alle drei Mittelfeldspieler dabei sind, wird es schwer für Disteln."

Keinen Einblick hat Ovelhey natürlich auf die Taktiken beider Mannschaften für das direkte Aufeinandertreffen. Spitzenreiter Disteln rät er allerdings davon ab, auf eine Punkteteilung zu setzen. „Wenn sie auf Unentschieden spielen würden und mauern, würden sie sich selbst ihrer Stärke berauben. Für die Liga wäre ein Sieg des TuS auf jeden Fall besser. Dadurch würde es spannend bleiben. Gewänne die Vestia hätte sie mindestens sieben Punkte Vorsprung. Da könnte sie sich auch mal eine Niederlage erlauben."

Auch ein anderes Spiel hat sein Interesse geweckt. Die Partie zwischen dem TSV Marl-Hüls und Preußen Hochlarmark. „Im kleinen Top-Spiel könnte sich herausstellen wer der Verfolger des Duos wird.” Seine Lippramsdorfer seien in dieser Saison nicht in der Lage oben mitzuwirken. „Dafür war der Aderlass zu groß. Außerdem ist die Liga bis auf BW Wulfen sehr ausgeglichen.” Einen klitzekleinen Makel hat das Top-Spiel für Ovelhey aber schon. Seiner Erkenntnisse nach treffen nicht die beiden besten Teams der Liga aufeinander. „Preußen Hochlarmark ist die stärkste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben. Die darf man nicht unterschätzen. Sie haben aber viele Punkte liegenlassen. Das Problem ist, dass sie mehr Häuptlinge als Indianer haben. Es fehlen ein paar fleißige Bienchen.”

Egal ob Ovelhey am Ende Recht behält – der Leitspruch für die Mannschaften, die noch eine lange Saison erwartet, heißt: „Ora et labora.”

Stefan Müßner

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Kommentare
23.10.2009
21:07
Disteln erwartet TuS Haltern
von Andi Theke | #1

Tu´s Haltern !!!

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