Die Zeit des Wachrüttelns bei Teutonia
14.04.2010 | 16:38 Uhr 2010-04-14T16:38:00+0200
Recklinghausen.Der Frust ist bei Heiko Sulzbacher immer noch groß. Spielen die Waltro-per Teutonen in der Fußball-Westfalenliga weiter so schlecht wie beim Vorletzten in Mühlhausen, dann hat der Trainer keine große Hoffnung: In dieser Form steige man ab.
Da redet Sulzbacher gar nicht lange um den heißen Brei herum.
Keine Frage, Teutonia liegt noch drei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Aber Sulzbacher sieht es an der Zeit, seine Spieler noch einmal wachzurütteln vor vier ganz wichtigen Tagen mit dem Nachholspiel am heutigen Donnerstag beim SuS Langscheid-Enkhausen und dem nächsten Spieltag am Sonntag gegen den akut gefährdeten SC Hassel. Holen die Waltroper mindestens vier, wenn nicht sogar sechs Punkte – es würde schon wieder ganz anders aussehen. Viel, viel besser, wenn Schwerte zusätzlich Federn ließe. Aber wehe, wenn nicht.
Ganz so schlecht wie die Stimmung nach dem Spiel in Mühlhausen ist die Lage eben (noch) nicht. Teutonia hatte viele gute Spiele nach der Winterpause hingelegt, hatte Rückstände gedreht. Hatte aber auch Chancen auf mehr Punkte verpasst. Gegen den BV Brambauer war mehr möglich. Das Unentschieden gegen Schlusslicht Siegen hatte zum ersten Mal seit langem aufs Gemüt gedrückt. Da war ein Dreier fest eingeplant.
„Viel reden ist sicher gut. Aber wir brauchen endlich die richtigen Ergebnisse“, sagt Heiko Sulzbacher, der vor der Fahrt nach Langscheid ein ungutes Gefühl hat. Stefan Knößl hat sich Sonntag verletzt, Peter Breuer und Tobias Brouwer sind verhindert: „Langscheid ist ein Gegner, den man ganz schwer einschätzen kann.“
Die Spvgg. Erkenschwick könnte heute Abend wieder die alleinige Tabellenführung übernehmen. Erndtebrück hat spielfrei und die Erkenschwicker holen beim Fünften TuS Ennepetal nach. Nach der „Demonstration in Brambauer“ (O-Ton Trainer Jürgen Wielert) hat der Coach keinen Grund, seine Mannschaft zu verändern. So dürfte Arek Grad nach Ablauf seiner Rot-sperre wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen. „Es gibt keine leichten Aufgaben in dieser Liga“, meinte Wielert im Rückblick auf das Remis gegen Schwerte: „Aber wenn wir selbst funktionieren, dann wird es schwer, uns zu schla-gen.“
Auch für die Erkenschwicker könnten es vier gute Tage werden, klappt es heute mit einem Sieg. Denn während die Spvgg. Sonntag die Spvgg. Olpe empfängt, hat es Rivale TuS Erndtebrück mit dem FC 96 Recklinghausen zu tun – mit acht Spielen ohne Niederlage die Mannschaft der Stunde. Auch wenn sich FC-Trainer Peter Anders schon jetzt auf das Top-Spiel freut, richtet er den Fokus auf das Nachholspiel gegen den BV Brambauer. Im Hinspiel setzte es eine schmerzhafte 1:6-Niederlage „und danach hatten uns schon viele als Abstiegs-kandidat gehandelt“, sagt Anders: „Das wollen wir jetzt korrigieren.“ Er muss allerdings auf den gesperrten Christian Luvuezzo verzichten.

0mitdiskutieren