Die letzte Chance

Bei einer imaginären Wahl der am wenigsten beneidenswerten Trainer der Bezirksliga stünden Adi Przibilka (FC/JS Hillerheide) und Holger Zahnhausen (Preußen Hochlarmark) wohl an der Spitze des Rankings. Denn seit letztem Sonntag zieren beide Klubs wieder das Tabellenende.

Recklinghausen.. Preußen Hochlarmark - VfB Annen. Der Sieg ist ein Muss. Das weiß auch Zahnhausen. "Wir stehen unter Zugzwang. Ich will auch keine Durchhalteparolen bemühen. Nur bei einem Dreier haben wir noch reelle Chancen auf den Klassenerhalt."

Der ist durch die aktuelle Negativserie (vier Spiele ohne Sieg) wieder in die Ferne gerückt. Allerdings - und das ist doch verwunderlich - genießen die Preußen am Sonntag so etwas wie die Favoritenrolle. Denn der Gegner, VfB Annen, bezog zuletzt sieben, teils deftige, Pleiten in Serie. Negativer Höhepunkt: Das 1:8 bei Tabellenführer BSV Schüren.

Branchenüblich warnt Zahnhausen vor dem "angeschlagenen Boxer" aus Annen. "Uns erwartet ein hartes Stück Arbeit."
In Brünninghausen (2:3) unterlagen die Preußen unglücklich. "Das nagt", gesteht Zahnhausen. "Aber mit derselben engagierten Leistung holen wir einen Sieg." Die Einsätze von Joel Jedfeld und Serkan Umar sind fraglich, die von Sven und Maik Jesih sowie Orhan Demirbay nahezu ausgeschlossen.


BSV Schüren - FC/JS Hillerheide. War es das schon? Nach dem 1:2 im Krisengipfel gegen den Hörder SC scheint der letzte Platz für den FC/JS zementiert. Und nun hat Trainer Adi Przibilka auch noch mit Auflösungserscheinungen bei seiner Mannschaft zu kämpfen. Fest steht, Rabih Such (Urlaub) und Mathias Menke (Sperre) fehlen ganz sicher. "Der Rest schiebt berufliche oder schulische Verpflichtungen vor", sagt Przibilka. "Wenn es gut läuft, sind wir elf Mann." Und da sind die Einsätze des Trainers selbst und seines Assistenten Amel Odobasic fest eingeplant.

Denkbar schlechte Voraussetzungen für ein Spiel beim Spitzenreiter. "Tut mir leid für die anderen Mannschaften", sieht sich Przibilka dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung ausgesetzt. "Aber wir müssen sehen, dass wir die verbleibenden neun Spiele mit Anstand über die Bühne bringen.