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Die hohe Schule

11.08.2009 | 18:28 Uhr

Sie haben eine Suzuki RMZ 450 oder eine DRZ 400 unterm Hintern. Der eine oder andere fährt eine Yamaha WR 450 oder Honda CRF 450. Was, sie verstehen jetzt nur Bahnhof?

Marl. Dann geht es ihnen wahrscheinlich wie allen anderen, die vom Motorradsport keine oder so gut wie keine Ahnung haben. Bei denen, die sich auskennen, leuchten allein bei der Nennung der Typen, die die Jungs vom ZAH Racing-Team aus Marl fahren, schon die Augen.

Für Teamchef Andreas Herresthal und seine Fahrer sind ihre Maschinen Sportgerät und Liebhaberstück in einem. So sieht es auch Pressesprecher Joachim Jendreiko: „Für jeden von uns ist seine Maschine etwas besonderes. Dementsprechend sorgsam geht er damit auch um. Auch wenn es für den Außenstehenden in manchen Aktionen nicht so aussieht. Doch dieses Verantwortungsgefühl für seine Maschine wollen wir auch jedem Neuling und Anfänger vermitteln.” Dabei eint diese Leidenschaft für Motorräder und den Motorsport kleine und größere Männer quer durch viele Altersklassen. Einer der jüngsten Hoffnungsträger ist Carlos Knipping. Gerade einmal zwölf Jahre alt ist der Essener und noch nicht lange dabei - doch schon in seinen entsprechenden Nachwuchscups sehr erfolgreich unterwegs.

Gepflegt und gewartet werden die Motorräder praktischerweise in der firmeneigenen Werkstatt von Herresthal in Marl. Doch unterwegs sind er und seine Teammitglieder quer durch Deutschland. Bisher haben sie ihre Spuren bereits in Uelsen, Melsungen, Munster oder Hannover hinterlassen. Demnächst geht es noch nach Burg auf Fehmarn, Wüsten oder Tuchheim. In allen diesen Städten quer durch die Bundesrepublik treffen die Männer aus Marl und Umgebung auf ihre Gegner im Rahmen der Deutschen Enduro-Meisterschaft. Doch mehr noch als die Jagd nach Siegen und Pokalen - von denen in Marl durchaus einige schon im Trophäenschrank stehen - eint auch die Kontrahenten die Liebe zum Motorrad.

Letztlich ist es aber vor allem auch die Begeisterung am Motorsport und den Möglichkeiten, die diese Maschinen vor allem auch im Gelände ihren Fahrern bieten. Jendreiko: „Es sieht teilweise sehr spektakulär aus, doch unsere Fahrer wissen genau wie sie in welcher Situation zu reagieren haben. Dieses Wissen und Können ist extrem wichtig.”

Sei es die Fahrt querfeldein über eigentlich kaum wahrnehmbare Pisten oder auch Abhänge hinauf oder hinunter, die die Zuschauer meistens noch nicht einmal zu Fuß in Angriff nehmen würden. Für Herresthal und Co. liegt genau in diesen Situationen die besondere Herausforderung. Scheinbar unmöglich erscheinende Strecken sicher und ohne Risiko zu bewältigen und sich und die Maschine heil wieder ins Ziel zu bringen. Diese Maxime ist oberstes Gebot. Und, so beteuert Teamsprecher Jendreiko: „Sich und womöglich auch andere zu gefährden, dass ist ein Ding, das gar nicht geht.”

Natürlich gehören Stürze immer wieder dazu. Doch meist laufen sie glimpflich ab und weder den Rennmaschinen noch den Fahrern geschieht etwas ernsthaftes. Genau dieses Verhalten in Extremsituationen schulen die Fahrer immer wieder während ihrer Trainingsfahrten. Und - fast ist man geneigt zu sagen natürlich - werden von den Teammitgliedern auch entsprechende Lehrgänge im Gelände angeboten. Wie zuletzt im Mai in Grevenbroich, als wieder einige Hobbyfahrer erleben musste, wie schnell man Fehler macht. Doch vor allem lernten sie, wie schnell man diese Fehler vermeiden kann.

Sven Krause

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Kommentare
09.09.2009
20:15
Die hohe Schule
von Klaus Knipping | #1

Hallo, ich bin der Vater von Carlos Knipping, über den in diesen Artikel geschrieben wird.
Der Artikel ist sehr Wahrheitsah und ausführlich geschrieben. Wenn Sie weitere Informationen möchten können Sie mich gerne anschreiben.

;-) p.s. Carlos ist seit dem 2.8.09 13 Jahre alt.

Mfg Klaus Knipping

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