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Die halbe Bezirksliga kann es noch erwischen

25.04.2008 | 17:34 Uhr

Hillerheide schöpft nach dem Sieg im Nachholspiel neuen Mut. Die komplette Vorschau in der Bezirksliga auf den 26. Spieltag

Bezirksliga-Vorschau: 26. Spieltag (27. April 2008)

Nach dem Sieg gegen Viktoria Resse haben die Kicker vom FC/JS Hillerheide auch das Nachholspiel gegen den TSV Marl-Hüls gewonnen und damit den Abstiegskampf wieder neu entfacht. Nur sechs Punkte trennen Hillerheide, momentan noch Drittletzer und damit auf einem Abstiegsplatz, vom Tabellensiebten SV Schermbeck II. Die halbe Liga kann es fünf Spieltage vor Schluss also noch erwischen, nur Grün-Weiß Erkenschwick steht als Absteiger schon fest.

FC Hillerheide- Spvgg. Erkenschwick II

Nach den Siegen über Resse und den TSV erwarten die Recklinghäuser am Sonntag die Spvgg. Erkenschwick II. Deren Trainer Jürgen Klahs, der wieder auf den zuletzt rotgesperrten Fabian Reckers zurückgreifen kann,  erwartet ein hartes Stück Arbeit: „Wir müssen alles geben, um in Hillerheide zu bestehen. Spielerisch sind wir überlegen, aber dort kommt es auf die kämpferische Leistung an.“ Klahs sieht weiterhin Chancen auf den Aufstieg: „Wir müssen gewinnen, um an Dorsten dranzubleiben. Am vorletzten Spieltag treten wir dann gegen den BVH an. Wir haben es in der eigenen Hand.“

Schermbeck II – VfB Hüls II

Für die Schermbecker könnte es noch mal eng werden, für den VfB ist die Lage jetzt schon prekär. Sieben Punkte trennen die Marler von den Nichtabstiegsrängen. Dabei zeigen sie durchweg gute Leistungen, nur vor dem Tor gelingt wenig. Beim 2:2 gegen Drewer wurde am letzten Wochenende aufgrund der Chancenverwertung ein Sieg leichtfertig aus der Hand gegeben. Die Folge ist klar: „Wir haben jetzt nur noch Endspiele. Alles außer einem Sieg hilft uns nicht mehr weiter. Von mir aus können wir auch mal schlecht spielen, aber dabei dann drei glückliche Punkte einfahren. Vielleicht kehrt das Glück ja endlich zurück“, sagte der Hülser Co-Trainer Christos Karaissaridis. Er hofft auf Unterstützung aus der ersten Mannschaft, namentlich auf „Lebensversicherung“ Adrian Cetera, der schon gegen Drewer beide Treffer erzielte.

SV Lippramsdorf – SpVgg.95/08 Recklinghausen

Auch für die Recklinghäuser Sportvereinigung ist der eigentlich schon sicher geglaubte Klassenerhalt wieder gefährdet. Bei einer Niederlage beim zuletzt angeschlagenen SV Lippramsdorf und Siegen der direkten Abstiegskonkurrenz könnte es für die Elf von Trainer Thorsten Welke noch mal ganz eng werden. Punkten ist Pflicht für die 95er. Lippramsdorfs Coach Josef Ovelhey dagegen schielt immer noch Richtung Aufstieg: „Das Spiel wird richtungsweisend. Mit einem Sieg könnten wir weiterhin in der Spitzengruppe mithalten.“  Zuletzt fehlte seiner Offensive der Torriecher, hier hofft der Trainer auf Besserung. „Wir müssen wieder effektiver werden!“.  Zudem wird Ovelhey wohl einige Leute für die zweite Mannschaft abstellen, diese kämpft in der Kreisliga B gegen den Abstieg: „Jetzt gilt es, geschickt zu taktieren!“

BVH Dorsten – Preußen Hochlarmark

Spitzenreiter Dorsten erwartet mit Preußen Hochlarmark so was wie den Angstgegner der Top-Teams. Gegen die Spvgg. Erkenschwick und gegen Lippramsdorf gab es zuletzt überzeugende Siege der Manderla-Elf. „Wir haben gegen die Spitzenteams einen richtig guten Eindruck gemacht. Dorsten ist naürlich eine sehr starke Mannschaft, aber wir wollen unsere Erfolgsserie fortsetzen“, meinte der Preußen-Coach. Denn auch für die Recklinghäuser ist der Klassenerhalt noch lange nicht gesichert. Fraglich sind dabei die Einsätze von Serkan Umar, Adi Mulavdic und Joel Jedfeld.

GW Erkenschwick – TuS  Gahlen

„Ein Sieg vor dem eigenen Publikum, das wäre doch noch mal was“, hofft Thomas Synowczik, bis zum Saisonende noch Trainer von Grün-Weiß Erkenschwick. Sein Nachfolger für die nächste Saison in der Kreisliga A ist noch nicht gefunden, dafür haben Kapitän Mario Böhm (zu SF Stuckenbusch) und Lars Tyssen (zu TuS 05 Sinsen) bereits ihren Abschied zum Saisonende erklärt. Gahlen ist mittlerweile auch wieder in den Abstiegsstrudel gerutscht und wird dementsprechend kämpferisch auftreten. „Ich gucke aber nur auf unser Team. Für uns ändert sich nichts, hier geht es nur noch darum, sich anständig zu verabschieden“, so Synowczik.

VfL Drewer – SV Zweckel

Momentan steckt der VfL Drewer zusammen mit den Nachbarn aus Marl-Hüls weder im Abstiegskampf noch im Meisterschaftsrennen. Das könnte sich aber schnell ändern: „Wir haben noch einige schwere Partien zu bestreiten. Da könnte unser Vorsprung schnell schrumpfen“, warnt Trainer Uli Turowski vor dem Heimspiel gegen Zweckel. Der Gegner hat eine starke Mannschaft und braucht jeden Punkt. Drewer muss den Kampf annehmen. „Nach zwei Unentschieden brauchen wir mal wieder einen Dreier, nicht zuletzt um dem VfB Hüls zu helfen“, so Turowski, der auf den ganzen Kader zurückgreifen kann. Nur der Einsatz von Keeper Björn Schneider ist nach einer Magen-Darm-Grippe noch fraglich.

TSV Marl-Hüls – VfB Kirchhellen

Nach der unglücklichen Pleite im Nachholspiel gegen Hillerheide ist die Meisterschaft für den TSV nun wohl endgültig gelaufen. Es gilt nun noch, die restlichen Spiele erfolgreich und ansprechend zu bestreiten. Am Sonntag beim Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten VfB Kirchhellen fehlen Trainer Heribert Katter dabei aber Sebastian Ruhe (Knöchel gebrochen) und Dennis Ley (Rote Karte) sicher, Fabian Schulte-Althoff (Grippe) und Sebastian Jurosch (Rippenprellung) sind fraglich. Dominique Temming ist ebenfalls noch angeschlagen. „Wir müssen wohl auf Leute aus der 2. und 3. Mannschaft und der A-Jugend hoffen. Zielsetzung bleibt trotzdem ein Sieg. Das sind wir unserem Publikum schuldig“, zeigt sich Co-Trainer Rüdiger Bona kämpferisch.

Viktoria Resse – TuS Haltern

Vermutlich ohne den beruflich verhinderten Spielertrainer Daniel Haxter müssen die Halterner beim Tabellendritten aus Resse antreten. Nur vier Punkte trennen sie von den Abstiegsplätzen. Einen Sieg, zumindest aber einen Punktgewinn, hat die Elf von Wilfried Höwedes also dringend nötig.Dass Resse, lange Zeit Spitzenreiter, momentan kriselt und schlagbar ist, haben zuletzt die Kicker aus Hillerheide beim 3:2 bewiesen.

Staffel 15: Arminia Marten - VfB Waltrop

Der Abstiegskampf ist abgehakt. Komfortable elf Zähler Vorsprung hat die Elf von Klaus Matzner auf den drittletzten Rang und steht damit momentan auf Platz acht. „Hier wollen wir auch bleiben, die obere Tabellenhälfte ist unser Ziel“, erklärt Co-Trainer Friedhelm Finzel, der in der neuen Saison wohl die zweite Mannschaft des VfB übernehmen wird. Gegen den Tabellenfünften Arminia Marten, der ebenfalls keine Rolle mehr im Meisterschafts- oder Abstiegskampf spielt, können die Waltroper befreit aufspielen. „Wir werden wieder einige A-Jugendliche spielen lassen, zum Beispiel Torwart Sven Breimann. Aber natürlich wollen wir uns gut verkaufen uns müssen uns anstrengen, denn Marten hat letzte Woche 0:5 verloren und wird Wiedergutmachung betreiben wollen“, so Finzel.

Paul Monninger


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