Die grüne Maschine
04.11.2010 | 18:09 Uhr 2010-11-04T18:09:00+0100
Recklinghausen.Für Eberhard Conrad ist es ein Heimspiel. Der neue Präsident des American-Football-Klubs Recklinghausen Chargers ist am Sonntag mit der NRW-Auswahl zu Gast in Recklinghausen. Die U16 der „Green Machine, so wird die Auswahl genannt, wird dann nämlich auf dem Platz an der Karlsbader Straße einen Trainingstag (11 bis 16 Uhr) absolvieren und den Kader trimmen.
„Das ist ein großer Tag. Wir werden nicht nur trainieren, sondern auch Spieler cutten“, so Conrad. Zu deutsch: Streichen. Seit drei Jahren ist er für das Team Nordrhein-Westfalens als Coach der Defensive Backs, die in erster Linie für die Passverteidigung zuständig sind, verantwortlich. „Wir haben jetzt sogar einen zweiten Trainer für diese Position, weshalb ich mich vor allem mit den Safeties beschäftigte.“ Aus den 67 Spielern sollen 50 werden, darunter sind mit Tobias Roth und Max Kokot zwei Charges-Talente. Trainiert wird an der Karlsbader Straße dort, wo zunächst erst einmal alle Teams der Chargers ihre Einheiten absolvieren. Der nächste Schritt der Chargers sei ein einheitliches Playbook und das Einsetzen eines Sportdirektors.
Der Versuchung Chargers-Spieler von übermorgen zu Xcouten erliegt er nicht. „Wir haben einen Ehrenkodex, dass wir uns nicht gegenseitig die Spieler abwerben.“ Allerdings müsse man später auch mal ein Talent ziehen lassen können. Eines wie Markus Patschke zum Beispiel.. „Markus stand damals unter anderem in der Europaauswahl. Da musste man dann irgendwann sagen: Du hast hier im Verein dein Maximum erreicht.“ Mittlerweile spielt Patschke für die Assindia Cardinals aus Essen in der 1. Bundesliga.
Wenn der Kader der U16 maßgeschneidert ist, geht es am 21. November zum Spiel gegen die Elite Baden-Württembergs. Ein ewiges Duell. „In der U16 haben nur wir und Baden-Württemberg eine Auswahl. In der U19 ist das anders.“ Und so spielen die beiden Länder in schöner Regelmäßigkeit gegeneinander. Bisher siegte immer der Gastgeber. Conrad: „Dass soll auch jetzt wieder so sein.“

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