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Die große Danke-Tour

04.11.2009 | 13:29 Uhr

Recklinghausen. Den Montag nutzte Dietmar Müller erst einmal, um sich bei wirklich allen Beteiligten zu bedanken.

Der Präsident der Recklinghausen Chargers, die am Samstag trotz einer Niederlage bei den Frankfurt/Oder Red Cocks den Aufstieg in die German Football League 2 geschafft hatten, setzte sich vor den Computer und schrieb und schrieb und schrieb und stellte den ganz großen Dank dann auf die Heimseite der Chargers. „Das musste einfach mal sein. Das musste auch mal öffentlich geschehen und nicht immer nur im stillen Kämmerlein.”

Die Rückkehr in die 2. Bundesliga, da ist sich Müller sicher, klappte eben nur, weil soviel so reibungslos klappte. Mit den Sponsoren, der Mannschaft, den Trainern, der Stadt, dem Verband, nicht zuletzt den Familien, „die”, sagt Müller, „ja auch den Trainern, Spielern und natürlich auch den Vorstandsmitgliedern den Rücken freigehalten haben”.

An den Dank unten dran hätte Müller dann allerdings auch schreiben können, dass in der kommenden Saison alles noch intensiver sein wird. Zeitintensiver. Arbeitsintensiver. Trainingsintensiver. Mit dem Aufstieg in die German Football League zwei, verabschieden sich die Recklinghausen Chargers wieder ein Stück mehr vom Hobby-Football, vom lockeren Fang-das-Ei-und-lass-es-nicht-fallenSpiel, näher ran an den großen Football, bei dem es deutlich mehr auf Vor- und Nachbereitung ankommen wird.

Darüber aber ist sich Müller, sind sich auch die weiteren bei den Chargers bestimmenden Personen im Klaren. Allen voran Trainer Heiko Czarnotta, der am Dienstag, als es in einem ersten Gespräch nach feststehendem Aufstieg, um die nächste Saison ging, seinen Vertrag wie erwartet per Handschlag um ein Jahr verlängerte. „Heiko Czarnotta hat”, sagt Müller, „eine klare Idee. Die wird er am 12. November auch den weiteren Trainern vorstellen.” Am 22. November wird es dann eine Informations- und Kennenlern-Veranstaltung für die Spieler des neuen Teams, oder die die es werden wollen, geben. „Da kann kommen wer will”, sagt Müller, der jedoch davon ausgeht, dass neben dem Kader, der den Aufstieg realisierte, etliche Hochkaräter dabei sein werden. „Erst die Masse, dann die Klasse. Wir haben schon Anfragen von ehemaligen Erst- und Zweitligaspielern. Wenn wir die an Land ziehen wollen, dann müssen wir ein vernünftig durchdachtes Konzept vorlegen, müssen denen dann auch ein gut vorbereitetes Training bieten. Darüber hinaus werden unsere Spieler aber über die beiden zweistündigen Trainingseinheiten hinaus individuell arbeiten müssen. Sie müssen laufen gehen und in die Muckibude, sonst haben wir in dieser Liga keine Chance. Im Großen und Ganzen werden wir deutlich mehr Vorgaben machen müssen und werden die Freiheitsgrade mehr einschränken müssen. Wir wollen jetzt keinen Quälix Magath installieren, aber wir brauchen klare Strukturen, müssen mehr disziplinieren.”

Auch abseits des Feldes kommen auf die Chargers Veränderungen zu. Veränderungen, die Müller aber schon auf einen guten Weg gebracht sieht. „Wir brauchen eine elektronische Spieluhr, eine Playclock, die ähnlich wie beim Basketball die erlaubte Dauer eines Angriffs anzeigt. Das regelt alles die Stadt. Wir hatten auch diesmal wieder richtig gute Gespräche mit den Verantwortlichen beim Stadtsportamt Recklinghausen. Da merkt man so richtig, dass wir da nicht als Bittsteller gesehen werden, sondern dass wir da wirklich ernst genommen werden. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass wir in unser 27. Vereinsjahr gehen. Man kennt sich.”

Markus Rensinghoff

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16.07.2010
10:11
Die große Danke-Tour
von Lustig | #1

Kleine Analyse zu diesem Artikel.

Nachdem andere den Erfolg bis 2009 (Aufstieg in die GFL II) erarbeitet haben, nehmen dann die Macher das Heft mit , Zitat: einer klaren Idee in die Hand.

Das es sportlich schwerer werden würde lag klar auf der Hand, und auch der momentane letzte Tabellenplatz könnte verkraftet werden. Schon andere Teams sind nach einem Aufstieg in die GFL II im darauf folgendem Jahr wieder abgestiegen.

Wie sich aber die Organisation und die Teamführung in den letzten 6 Monaten präsentiert hat und wie hochtrabende Versprechungen, sowie Egozentrisches Verhalten zu einem für den Betrachter Niveauloses Spektakel führte ist schon sehr erschreckend.

Da verliert man doch 1/3 seiner Mitglieder zum Jahresende weil man nur so vor Selbstherrlichkeit strotzt und viele Mitglieder, sowie Unterabteilungen (Cheers etc.) wie das einfache Fußvolk behandelt. Da wird auf Vereinsfeiern den Spielern erklärt das sie erst dran teilnehmen dürfen, wenn sie auch Ihren Spielerpass unterschrieben haben...Um Altverdiente Spieler wird sich kaum gekümmert oder um solche die sich kritisch zu den Vorhaben und Planungen äußern. Die sollen kommen oder sich verpi..en. Der Gedanke dahinter: Wir holen uns ja ein paar Importe, die werden das schon richten...das andere ist nur Beiwerk. Das diese Idiologie nicht greift, nicht greifen konnte war schon im Ansatz klar. Importe oder Spieler die vom Verein durch irgendwelche Finanziellen Mitteln ins Team geholt werden sind und können nur Ergänzungsspieler in einem funktionierenden und gewachsenen Team sein.

Es wird beschrieben, das jetzt soviel Arbeit mehr ansteht, das ist richtig. Aber wer wenn nicht der Vorstand und die Macher sind dafür zuständig??
Aber auch da wird wieder das Egozentrische und Selbstherrliche Verhalten deutlich zum Ausdruck gebracht. Ideen, Vorschläge oder Kritische Themen werden entweder erst gar nicht aufgegriffen, oder strikt zur Seite gefegt. Öffentlichkeitsarbeit bis auf ein paar Zeitungsartikel gleich Null. Die positive Zuschauerresonanz der letzten Jahre erlebte einen Rückgang von 300 Prozent. Das in den letzten Jahren aufgebaute gute und wirtschaftliche Catering wurde abgeändert und stellte sich als Flop heraus.

In nur einem halben Jahr schafften es die Macher mehrere sehr kompetente Trainer zu vergraulen. Da werden Vizepräsidenten gewählt, die nach nur 6 Monaten Amtszeit die Brocken hinwerfen. Vor und auch während der Saison zogen einige Spieler Ihre Konsequenzen und kehrten dem Verein ohne Wort den Rücken zu. Ein großer Teil des noch vorhanden Teams schaut sich schon nach anderen alternativen für die nächste Saison um, und die Importe sind sowieso bald wieder in Ihrem Mutterland.

Da bleibt nur eines zu sagen:

Die große Danke- Tour!!!!
...danke an die Macher für diese klare Idee

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