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Der zweite Anlauf

07.03.2010 | 19:02 Uhr
Der zweite Anlauf

Trier. Robin Malessa steigert sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich und erreicht die 1. Hauptrunde.

Das zweite Jahr ist immer das schwierigere. Eine Weisheit, die auf vieles zutrifft, auf Robin Malessa jedoch nicht. Nachdem der 18-jährige Oer-Erkenschwicker im vergangenen Jahr bei den Deutschen Meisterschaften im Tischtennis bereits nach der Einzel-Vorrunde sieglos die Segel streichen musste, im Doppel aber bis in Viertelfinale kam, legte er nun eine Steigerung hin, die er irgendwie schon erwartet hatte. Oder auch nicht. Schließlich habe er sich, so erklärte er im Vorfeld, auf der einen Seite zwar verbessert, die Auslosung ließ aber nicht auf allzu viel hoffen. Am Ende waren seine Befürchtungen im Prinzip unbegründet. Im Einzel erreichte er die 1. Hauptrunde und im Doppel schaffte er es, diesmal mit Sebastian Borchardt (Hertha BSC Berlin), erneut bis ins Viertelfinale. „Insgesamt bin ich mit dem Erreichten zufrieden”, lautete sein Urteil.

Gerade im Einzel hatte Malessa mit Problemen gerechnet. Platz zwei musste es in der Vorrunden-Gruppe, besetzt mit dem Bayerischen Meister Benjamin Rösner, seinem Doppelpartner Borchardt sowie dem Malessa unbekannten Falko Hille, zum Weiterkommen mindestens sein. Es wurde Platz eins, weil Malessa in den drei Partien lediglich einen Satz gegen Rösner abgab. Was eigentlich sogar zu gut war, um einen richtigen Knaller in der 1. Hauptrunde zu bekommen. Anstelle von Malessa traf so Rösner als Gruppenzweiter auf Timo Boll. Malessa hatte es stattdessen mit Alexander Flemming zu tun. Flemming ist Zwölfter der Deutschen Rangliste, Malessa 68. Dennoch war ein Sieg drin. Die ersten beiden Sätze gewann Flemming, dann glich Malessa zum 2:2 aus. Danach blieb es eng. Nach einigen abgewehrten Matchbällen schied Malessa nach sieben Sätzen aus. Auch wenn es knapp war, hing Malessa die Partie nicht lange nach. „Das ist nicht so schlimm.”

Im Doppel setzte er sich an der Seite von Borchardt zunächst glatt gegen Sascha Nimtz/Hartmut Lohse durch und warf dann in fünf Sätzen die favorisierten Patrick Franziska und Nico Stehle aus dem Rennen. Dabei hatten Malessa/Borchardt bereits mit 2:0–Sätzen und 10:7 geführt. Im Viertelfinale war gegen die Nationalspieler Lars Hielscher/Bastian Steger nichts zu machen. Als die ihr Doppelfinale bestritten, war Malessa auch bereits schon wieder auf dem Heimweg.

Stefan Müßner

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