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Triathlon: Ironman

Der Traum Hawaii rückt immer näher

28.07.2010 | 14:55 Uhr
Der Traum Hawaii rückt immer näher
Andrea Mrug

Recklinghausen.Der Vergleich mit dem guten Wein, der mit zunehmender Reife besser wird, verbietet sich. Denn während jener Wein in Kellern gelagert wird, schwitzt die Recklinghäuserin Andrea Mrug hunderte von Stunden im Jahr um ihren Traun vom Ironman auf Hawaii zu verwirklichen. Mit ihrer starken Leistung bein „Eisenmann“ in Zürich setzte sie ihre konstante Steigerung weiter fort.

Elf Stunden und rund sechs Minuten war sie diesmal unterwegs über die 38 Schwimmkilometer, die 180 km auf dem Rad und den abschließenden Marathon. Ihre bisher beste Zeit und Platz neun in der Klasse Frauen 40 bis 44. „Ich wollte meine Zeit verbessen und war jetzt auch zehn Minuten schneller“, so die Lehrerin. „Damit habe ich mich der Elf-Stunden-Marke weiter genähert. Ich bin total zufrieden.“

Nach dem Schwimmen lag sie in ihrer Alterskasse sogar in Führung. „Das Schwimmen ist meine stärkste Disziplin. Aber auf dem Rad kann man deutlich mehr Zeit rausholen.“ Dass es letztlich Platz neun und nicht der für Hawaii nötige zweite Rang wurde, lag vor allem an der starken Konkurrenz. „Da steckt man halt nicht drin, wer sich sonst noch anmeldet. Es hängt immer davon ab, wie viele gute Frauen sich anmelden.“

Dabei befindet sich Mrug erst im vierten Jahr, in dem sie für einen Ironman trainiert. Zuvor spielte sie bei der PSV Recklinghausen in der 2. Handball-Bundesliga, war aber bereits nebenbei im Ausdauerbereich aktiv. „Ich wollte nicht mehr regelmäßig in der Halle trainieren. Da war der Schritt zum Ausdauersport eine logische Konsequenz.“ In Spitzenzeiten trainiert sie mittlerweile bis zu 25 Stunden in der Woche. „Ich brauche aber noch Trainingsjahre. Ich will über die Jahre besser werden.“

Nach 2007 in Zürich und 2008 in Frankfurt am Main war es Mrugs dritter Ironman. 2009 hatte sie eine Pause von der Langstreckendistanz im Triathlon genommen. Nun war es also wieder Zürich. „Die Landschaft ist einfach sehr schön. Man muss den Leuten, die mitfahren, halt auch immer etwas bieten.“ Bereits am Tag nach dem Wettkampf war Mrug mit ihren Freunden, elf waren mitgefahren und hatten sie unterstützt, schon wieder in der Schweizer Großstadt unterwegs. „Die Beine tun schon weh, das ist aber nicht so dramatisch.“ Im übernächsten Jahr will sie erneut bei einem Ironman starten. Dann aber wohl woanders. Vielleicht wird ja bald aus einem „Grützi“ ein „Aloha“.

Andrea Mrug

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