Der Schwung fehlt
25.08.2011 | 16:15 Uhr 2011-08-25T16:15:47+0200Haltern.Der erhoffte Aufschwung im Frauen und Mädchenfußball bleibt bis jetzt noch aus - trotz der Frauenfußball-WM in Deutschland. Nur 13 Mädchen den Weg zur U-12 Kreisauswahl-Sichtung nach Haltern. Gerechnet hatten die Verantwortlichen mit 40 Teilnehmerinnen. „Wir haben nicht um Rückmeldung gebeten, so dass es vielen wohl nicht im Gedächtnis geblieben ist. Aber ich denke, dass die Mädchen, die wirklich Qualität haben zu uns gekommen sind“, sagte Auswahl-Trainer Karsten Schmitz. 10 der 13 Bewerberinnen wurden in die Auswahlmannschaft berufen und verstärken somit acht Mädchen, die schon zum Kader gehört haben.
Die Talentförderungen für Mädchen ist auf einem vergleichbaren Niveau angekommen, wie die der Jungen. Eine Entwicklung, die besonders Karsten Schmitz sehr erfreut und die ihm mehr Möglichkeiten bietet: „Wir können Nachsichtungen nach den Sommerferien machen und durch die Vereine gehen und besondere Talente beobachten.“ Wenn die Mädchen aber dann immer älter werden und der Fußball professioneller trennen sich die Geschlechter schon deutlich. „Es ist erschreckend, dass wir den selben Aufwand betreiben um Spieler zu fördern und diese Spieler den selben Aufwand haben wie die männlichen Spieler, aber viel weniger verdienen.“
Die meisten professionellen Fußballerinnen müssen neben dem Training, dass sich in Quantität und Qualität nicht von den Männern unterscheidet noch einen Beruf ausüben, um über die Runden zu kommen. „Dadurch gehen auch viele Talente verloren“, sagt Schmitz. „Viele sehen im Fußball dann keine Chance mehr auf ein ausreichendes Gehalt und widmen sich lieber ihrer beruflichen Zukunft. Wir versuchen alles, damit wir die Mädchen überzeugen können, an ihren Hobbys auch weiter fest zu halten.“

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