Der frühe Wechsel auf das Pferd
11.04.2008 | 15:00 Uhr 2008-04-11T15:00:00+0200Warum die Chargers Chargers heißen
25 Jahre Recklinghausen Chargers. Seit mehr als 20 Jahren ist auch Dietmar Müller dabei. WAZ-Redakteur Markus Rensinghoff hat sich mit dem Vereinspräsidenten über die ersten Stunden des Vereins unterhalten. Eine Frage blieb dabei allerdings ungeklärt.
Warum heißen die Chargers Chargers?
Müller: Das kann ich nicht genau sagen. Ich bin kein Gründungsmitglied.
Dann könnte man ja ein Gründungsmitglied fragen.
Müller: Im Prinzip schon. Aber von den Gründungsmitgliedern ist keines mehr im Verein. Ich kenne auch nur einen davon: Ralf Rautenberg.
Gibt es keine Unterlagen mehr über die Gründung?
Müller: Die gibt es schon. Aber sie sind auf irgendwelche Kisten in verschiedenen Garagen verteilt.
Zurück zum Namen. To charg heißt: angreifen.
Müller: Richtig. Das hat seinen Ursprung im amerikanischen Bürgerkrieg. Da haben die Truppen 'charg' gerufen und sind losgerannt. Der Charger war zudem der, der auf dem Schlachtross saß. Deshalb auch das Pferd bei uns im Vereinslogo.
Gibt es nicht auch eine weitere Verbindung zur USA, zur National Football League?
Müller: Die gibt es. In den Anfängen hatten wir einen Blitz im Logo, so wie die San Diego Chargers. Irgendwann kam aber der Hinweis vom deutschen Verband, dass es Probleme geben könnte, wenn wir NFL-Artikel kopieren. Deshalb der Wechsel auf das Pferd.
Und wer hat das gezeichnet?
Müller: Das war Lutz Winter aus Oer-Erkenschwick. Im Verein kennt den außer mir aber keiner.

0mitdiskutieren