Der FC 96 stellt den Antrag auf Insolvenz
04.01.2012 | 13:29 Uhr 2012-01-04T13:29:00+0100
Recklinghausen.Es musste so kommen. Für den 20. Januar lädt der Vorstand des Fußball-Landesligisten FC 96 Recklinghausen zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Haupttagesordnungspunkt wird das sein, was bereits seit Monaten ein Thema war: die Insolvenz.
Bereits am 14. Dezember des vergangenen Jahres hatte der Vorstand um den 1. Vorsitzenden Jürgen Siedelhofer beim Amtsgericht Bochum den Antrag auf Insolvenz gestellt. Der Verein war und ist nicht in der Lage, die vom Spielerberater Necdet Tanis geforderten 22 000 Euro zurückzuzahlen. Diese Summe hatte Tanis dem Verein bereits 2008 zur Verfügung gestellt, als er als Spielerberater, Spielervermittler beim FC 96 aktiv wurde und dem damaligen Westfalenligisten noch ein deutlich bessere Zukunft bevorzustehen schien.
Drei Jahre und eine Verhandlung, bei der Tanis recht bekam, später, bleibt dem Verein nun keine andere Wahl mehr als die Insolvenz. Durch die Insolvenz greift der Passus, dass Tanis zunächst auf seine Forderungen verzichten muss. Der Insolvenzverwalter überprüft die Finanzen des Vereins, und verhandelt mit den Gläubigern über die noch zu leistenden Zahlungen. Eine mögliche Ratenzahlung hatte Tanis bislang immer abgelehnt.
Sportlich aber soll es dennoch weitergehen. Das zumindest hofft Siedelhofer. Möglich ist indes auch, dass der Verein aufgehoben wird und ein Nachfolgeverein entsteht, der dann vielleicht in der Bezirksliga antritt. Das wäre für den FC 96 Recklinghausen, vor allem, für Jürgen Siedelhofer, kein Neuland. Als seinerzeit aus dem FC Recklinghausen der FC 96 Recklinghausen wurde, war er bereits im Vorstand tätig.

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