Der erhöhte Wohlfühlfaktor bei der Vestia
20.05.2009 | 16:56 Uhr 2009-05-20T16:56:00+0200Den freien Fall nach dem Landesliga-Abstieg verhindert, sich im oberen Drittel der Bezirksliga festgesetzt und auch das ein oder andere richtig gute Spiel abgeliefert. Trainer Holger Flossbach ist mit der Saison des SV Vestia Disteln ganz zufrieden.
Herten. Auch wenn es immer mal wieder Enttäuschungen wie am vergangenen Spieltag beim 1:3 in Lippramsdorf gab. „Ich bin ja hier hingekommen, ohne einen Spieler mitzubringen. Aber diese junge Truppe die Hansi Eberbach zusammengestellt hat, zeigte im Saisonverlauf eine richtig gute Entwicklung”, sagt Flossbach. Sie soll nun fortgesetzt werden. „Wir kennen unsere Knackpunkte und werden da ansetzen.” Einer ist die Offensive. Nachdem auch der letzte erfahrene Angreifer Salissou Emile im Winter Disteln verließ, traten die Hertener in der Rückrunde ohne einen erfahrenen Stürmer an. Das wird sich in der neuen Spielzeit ändern: Sezgin Salli, der bei seinem ersten Vestia-Gastspiel zu Landesligazeiten Tore am Fließband erzielte, kehrt vom Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel zurück. Ausschlaggebend war der sportliche Leiter. „Die Jungs kommen hier hin, weil Hansi Eberbach ein fast väterliches Verhältnis zu ihnen aufbaut. Er unterstützt sie wo er kann und tut alles, dass sich die Spieler hier wohlfühlen. Deswegen hat ihn der Abgang von Emile auch so getroffen”, sagt Flossbach.
Mit Sezgin Salli und seinem Bruder Seyhan (von TSK Herne) sind die Personalentscheidungen nicht abgeschlossen. So kommen vom VfB Hüls Patrick Walter und Lukas Kozielski. Weitere Namen wollte Flossbach noch nicht verraten, mehrere Verhandlungen laufen jedoch. So wird ein Nachfolger von Stammkeeper David Eggemann, der zum FC 96 Recklinghausen wechselt, gesucht. „Wir haben eine gute Mannschaft, aber wollen uns weiterhin verbessern um oben mitzumischen”, sagt Flossbach. Zielsetzung Landesliga? „Ich glaube nicht, dass wir zu den Favoriten gehören. So viel können wir nicht investieren. Da sind Mannschaften wie Hochlarmark wohl noch weiter. Aber wir wollen mitspielen.” Flossbach hält die Erwartungen niedrig. Unter Erfolgsdruck steht er nicht. „In meiner Trainerkarriere habe ich schon viel erlebt. Am wohlsten habe ich mich in den langen Jahren bei der Spvg. Marl gefühlt. Hier in Disteln geht es mir jetzt ebenso. Ich arbeite mit tollen Leuten zusammen, habe eine klasse Mannschaft, wieso soll ich nicht auch hier zehn Jahre Trainer bleiben?”
Am Sonntag empfängt Disteln den TuS Haltern. Mit einem Sieg über den Dritten könnten die Hertener mit Haltern gleichziehen.

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