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Der BSV Wulfen steht im Halbfinale

19.02.2010 | 09:59 Uhr
Der BSV Wulfen steht im Halbfinale

Dorsten. Der BSV Wulfen steht im Halbfinale des WBV-Pokals. Fünf Tage nach dem überraschend hohen 93:78-Heimsieg in der Regionalliga gewann das Team von Trainer Philipp Kappenstein im Viertelfinale des WBV-Pokals gegen die Schwelmer Baskets mit 95:93.

„Wer Schwelm zweimal schlägt, kann in den kommenden Wochen mit Rückenwind rechnen. Das war ein ganz wichtiger Erfolg”, sagte Philipp Kappenstein in einer Mischung aus Zufriedenheit und Stolz über die gezeigte Leistung.

Rechtzeitig vor den entscheidenden Spielen in der Meisterschaft hat der BSV Wulfen in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der zweite Sieg gegen die Schwelmer Baskets innerhalb weniger Tage dokumentiert das eindrucksvoll. Zwar kann sich der Tabellenzweite für das Weiterkommen faktisch nichts kaufen, doch das eingesammelte Selbstvertrauen sollte bis zum 6. März reichen, wenn in der Gesamtschulhalle das vielleicht alles entscheidende Spiel gegen die BSG Grevenbroich ausgetragen wird.

Im Gegensatz zum Samstag fanden die Wulfener diesmal aber nur schwer ins Spiel. Dabei hatte Trainer Philipp Kappenstein bei der Wahl seiner Waffen den Luxus, gleich alle drei US-Amerikaner aufzubieten. Im Gegensatz zum Spielbetrieb in der Liga ist das im Pokalwettbewerb erlaubt.

Doch Ausrufezeichen konnten die drei Wulfener Basketball-Importe zunächst nicht setzen. Schwelm hatte die Lehren aus der Partie am Samstag gezogen, kreuzte mit konsequenter Manndeckung die Wege der Wulfener Leistungsträger. Chris Commons blieb im ersten Viertel ohne Punkte. Michael Gordon, am Samstag noch mit 31 Punkten stärkster Wulfener, erzielte seinen ersten Feldkorb erst nach 19 Minuten und 14 Sekunden. Ryon Howard, der nach seiner Fußverletzung erstmals wieder das Dress des BSV trug, spielte übermotiviert und stand sich damit oft selbst im Weg. Das erste Viertel endete mit einer Schwelmer 19:11-Führung. Erschreckend schwach: Wulfens Wurfquote. Selbst der Anschreibetisch kam bei der Vielzahl von Fehlversuchen nicht mit. Zwar traf auch Schwelm zunächst nicht besser (erster Korberfolg nach 3:10 Minuten), aber das Team von Trainer Raphael Wilder fand deutlich schneller zu seiner Linie.

Schwelm zog im zweiten Viertel bis auf 15 Punkte davon (41:26, 18. Minute) erst kurz vor der Halbzeitpause konnte der BSV Wulfen wieder verkürzen und hielt sich mit dem 39:46 noch alle Chancen auf die Wende offen.

Auch wenn die Schwelmer Baskets ihre Führung nach dem Seitenwechsel auf zwölf Punkte ausbauten, ließ sich der BSV Wulfen nicht entmutigen. Wenige Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels lagen nur noch drei Zähler zwischen beiden Teams. Großen Anteil an der Aufholjagd hatten die zehn Punkte von Chris Commons.

Mit fünf Punkten Rückstand ging Wulfen in den letzten Spielabschnitt (63:68) und agierte fortan im Stile eines Spitzenteams. 95:93 zeigte die Anzeigentafel am Ende. Die Fans waren aus dem Häuschen. Die Hoffnungen auf den zweiten Pokalsieg nach 2004 sind nicht unberechtigt. Einer Mannschaft, die Schwelm zweimal innerhalb einer Woche schlägt, ist vieles zuzutrauen. Das Halbfinale gegen den SV Derne Dortmund folgt am Sonntag, 28. Februar.

Wulfen: M. Gorontzi, Gordon (15/2), Howard (16/2), Bruns, Möller (5/1), Buschmeier, Commons (28/2), Bakoa (3/1), Letailleur (2), Lensing (13/1), Stagneth (13)

Schwelm: Neitzel, Starr (21), Kramer, Cox (2), Werner (2), Dücker (5), Doll (2), Beiersmann (2), Dohmen (18), Bunts (19/2), Speier (22/2), Agyapong

Schiedsrichter: Nadesh Kattur (Oberhausen), Jochen Buschke (Bochum)

Zuschauer: 313

Viertel: 11:19, 27:27, 25:22, 32:25

Der BSV Wulfen steht im Halbfinale

DerWesten

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