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Basketball: 2. Bundesliga ProB

Der BSV Wulfen startet gegen ALBA II

21.09.2011 | 16:28 Uhr

Dorsten. ALBA Berlin kennt jeder, der sich in den letzten zwanzig Jahren auch nur ansatzweise mit dem Thema Basketball beschäftigt hat. Namen wie Svetislav Pesic, Henrik Rödl oder Wendell Alexis sind auch heute noch ein Begriff. Was aber ist mit ALBA Berlin II? Diese Frage stellt sich auch Thorsten Morzuch, dem neuen Trainer von ProB-Ligist BSV Münsterland Baskets Wulfen. Die Wulfener starten am Samstag (20 Uhr, Gesamtschulhalle am Wulfener Markt) eben gegen jene Berliner Mannschaft.

Seinen Kenntnisstand über den Gegner fasst Morzuch kurz und bündig zusammen: „Null.“ Viele dieser Akteure entstammen der Internationale Berliner Basketball Akademie (IBBA). Wie auch der neue Coach, Milan Pesic, der mit IBBA in der JBBL Deutscher Meister wurde und auch zum JBBL-Trainer des Jahres gewählt wurde. An die große Glocke wurden die Personalien der Berliner jedoch nicht gehängt. Der Internetauftritt verrät unter der Kategorie „Team“ folgendes: „Nähere Informationen zum Team folgen in Kürze.“ Auf eine eingehende Studie der ALBA-Testspiele verzichtete Morzuch. „Das hätte auch wieder einige hundert Euro gekostest und wir sind ja auch nicht unbedingt auf Rosen gebettet. Es ändert sich dort aber auch permanent irgendetwas.“

Viel mehr und hat sich Morzuch aber sowieso mit seinem eigenen Team beschäftigt. Mit dem US-Amerikaner Joey Henley verließ die Wulfener ein absoluter Leistungsträger, dafür blieb mit seinem Landsmann Steve Briggs immerhin ein weiterer.

Thorsten Morzuch Foto Ralph Heeger WAZ FotoPool

Zunächst sollte D’walyn Roberts die übrige „Amerikaner-Stelle“ besetzen, doch der Vertrag musste schon nach wenigen Tagen aufgrund einer schweren Verletzung des Spielers wieder aufgelöst werden. Als Ersatz wurde Flügelspieler Dijon Smith (Fort Hays State University) verpflichtet. Dazu wurde durch neue Akteure wie Rouven Hänig, David Feldmann und Hendrik Bellscheidt die Verjüngung der Mannschaft vorangetrieben. Der Verlust Henleys wiegt dennoch schwer. Morzuch: „Er ist nicht zu ersetzen.“

Dass es in der Vorbereitung nicht ganz rund lief, beunruhigt den Übungsleiter nicht. „Die war sehr durchwachsen. Es hätte besser laufen können, aber auch schlechter. Gegen Ende sind wir besser in Tritt gekommen.“ Zudem sei ein gewisser Eingewöhnungsprozess normal. „Die Jungs müssen sich auch einen neuen Trainer mit einem neuen Stil gewöhnen. Wir wollen sehr aggressiv verteidigen.“ Und am Ende der Saison soll wieder der Verbleib in der Pro B stehen. „Mir würde auch der neunte Platz reichen, auch wenn der Vorstand verständlicherweise lieber in die Play offs kommen würde. Das brächte auch wieder ein bisschen Geld.“ Was der neue Beiname Münsterland Baskets nicht tut. Vielmehr soll er die Verbundenheit zur Region ausdrücken. Und Verwechslungen ausschließen. In der Süd-Staffel spielt nämlich die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen (Sachsen-Anhalt). Das Motto der Stadt Bitterfeld-Wolfen ist „Wir haben den Bogen raus.“ Wo sich wiederum eine Schnittmenge ergibt. Denn das will auch Wulfen von sich behaupten können.

Stefan Müßner

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