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Dede der Spielertrainer

21.12.2009 | 13:25 Uhr

Marl. Dede, der Flankengott. Den gibt es vielleicht nur in der Bundesliga. Den Spielmacher Dede gibt es hingegen nur in der Kreisliga A West bei der SG Marl. Seit knapp einem Jahr ist „Momo” Dede nun Spielertrainer des momentanen Tabellensiebten.

Eine Aufgabe, die er in dieser Konstellation zum ersten Mal in seiner Fußballlaufbahn angenommen hat. „Ich habe schon ein Jahr vorher überlegt, ob ich das nicht einmal machen soll und bisher habe ich es auch noch nicht bereut, diesen Schritt gemacht zu haben”, sagte der 31-Jährige, dem als Saisonziel vorschwebt, die beste Marler Mannschaft in der Liga zu werden.

Angefangen hatte es mit Dede und dem runden Leder bei der PSV Recklinghausen im Alter von neun Jahren. „Da war ich noch ein richtig kleines Blag, das mit Kumpels gepöhlt hat. Und dann haben die mich irgendwann mal mit zur PSV genommen.” Er wechselte nach der C-Jugend zum FC 96 Recklinghausen und stieg dort bis in die Westfalenliga auf. Bereits in der B-Jugend flatterten Anfragen von Bun-desligavereinen in das Haus der Dedes. Auch wenn der quirlige Spielmacher bis heute beteuert kein Schalke-Fan zu sein, entschied er sich damals für die Königsblauen.

Nach der A-Jugend hatte er allerdings das Gefühl, genug Profiluft geschnuppert zu ha-ben und er entschied sich für einen Vereinswechsel zum SC Hassel in die Verbandsliga. Diese Bindung war jedoch nicht von langer Dauer, ebenso wie die weiteren danach. Es folgten zahlreiche Verbands- und Bezirksligavereine wie VfB Waltrop, 95/08 Reckling-hausen, Westfalia Rhynern, Türkspor Herne, Spvgg. Marl und TSV Marl-Hüls. Richtig heimisch geworden ist er nirgendwo. „Ich hatte nie einen Stammverein. Und bisher hatte ich auch immer Glück, dass ich nie richtig verletzt war, so dass ich nirgends lange ausfiel”, sagt der Geschäftsführer eines Reisebüros.

Zuletzt trat er in der Bezirksliga für 95/08 Reckling-hausen gegen den Ball. Im Winter 2008 entschloss er sich jedoch neue Wege einzuschla-gen und zur SG Marl zu wechseln. „Bei 95/08 hatte ich keine Perspektive mehr für eine weitere Saison. Ich hatte nicht genug Spielanteile und dann wollte ich mal etwas anderes machen.” Spielertrainer haben es oft schwerer, als die Männer, die nur Trainer sind. Doch Dede glaubt, gut auf die Rolle vorbereitet zu sein. Seine Einstellung ist ganz klar: Er will nur etwas von seiner Mannschaft einfordern, wenn er auch selber die Leistung bringt.

Britta Becker

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