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Das Chargers-Schiff ist zurück in ruhiger See

12.10.2010 | 16:24 Uhr

Recklinghausen.Unentspannt verlief die vergangene Saison für die Recklinghausen Chargers. Der Aufsteiger zur German Football League 2 gewann kein Spiel, wurde gleich vom Auf- wieder zum Absteiger. Zu den sportlichen kamen finanzielle Probleme.

Erst nach und nach wurde es wieder ruhiger und besser. Vor der Mitgliederversammlung am Sonntag konnte Präsident Dietmar Müller sagen: „Wir waren in unruhiger See unterwegs. Jetzt aber haben wir alle Dinge in den Griff bekommen und haben uns finanziell berappelt. Um im Bild zu bleiben: Jetzt haben wir nur noch leichten Wellengang.“

Müller war wichtig, dass er das Chargers-Schiff nicht zu einem Zeitpunkt verlässt, beziehungsweise das Ruder übergibt, er bleibt weiter im Verein aktiv, an dem alles durcheinander läuft. Sein Nachfolger, Eberhard Conrad wurde bei der Mitgliederversammlung einstimmig gewählt, muss nicht gleich in seiner hauptberuflichen Tätigkeit aktiv werden. Der 36-Jährige ist Feuerwehrmann. „Nein“, sagt er, „ich muss hier kein Feuer löschen. Es brennt bei den Chargers nicht.“

Viele Dinge sind auf dem Weg. Finanziell und sportlich. Die Spielklasse ist klar und wie die Mannschaft in der demnächst aussehen wird, darüber wird der kommende Sonntag mitentscheiden. Trainer Heiko Czarnotta bittet wie in den vergangenen Jahren üblich, zu einer konstituierenden Spielersitzung. Da kann und darf jeder vorbeikommen, darf sich anbieten. Wie gewohnt werden die Trainer der Chargers sie zu einem Try-Out, zu einem Auswahl-Trainings-Tag, bitten. Da geht es um Schnelligkeit, Kraft, Kraft-Schnelligkeit, Ausdauer, Fang-Fähigkeiten. Wie gewohnt aber wird danach dann nur ein Teil des Teams feststehen. Hauptwechselperiode ist im Januar/Februar.

Auch Conrad kam seinerzeit, es war 1999, zu Beginn des Jahres zu den Chargers. Als Spieler. Zuvor war er für die Dorsten Braves aktiv. Rasch war er dann auch als Jugendtrainer aktiv. 2007 rückte er dann in den Trainerstab der NRW-Auswahl. Die Jugendarbeit liegt dem neuen Mann am Steuerrad der Chargers am Herzen. „Es ist mir ein Anliegen, sie weiter zu forcieren. Die Jugend, der Nachwuchs ist die Zukunft des Vereins. Wir können nicht Spieler von anderen Vereinen abwerben. Wir müssen dafür sorgen, dass junge Spieler unseres Vereins den Weg in die erste Mannschaft finden.“ Ein weiterer Schritt in diese Richtung soll sein, dass in Zukunft nicht nur die Jugendteams am Trainingsgelände an der Karlsbaderstraße trainieren. „Auch die Senioren sollen dahin“, sagt Conrad. „Der Verein soll wieder mehr zusammenwachsen.“

Markus Rensinghoff

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