Chronik eines Abstiegs
03.09.2010 | 19:16 Uhr 2010-09-03T19:16:00+0200
Recklinghausen.Der Abstieg der Recklinghausen Chargers ist besiegelt. Aus dem Aufsteiger zur German Football League 2 wird gleich in der ersten Saison wieder der Absteiger zur Regionalliga.
Dafür gibt es von der Vestsport-Redaktion eine Flasche Sekt. Die gibt es in der Serie „Sekt oder Selters“ immer. Da können die Leistungen und Ergebnisse noch so selterswürdig sein.
In diesem Fall ist das Prickelwasser ein kleiner Trost für Dietmar Müller. Der Präsident hat in den vergangenen Monaten vieles, fast alles versucht, um den Verein, um die Mannschaft auf Zweitliga-Niveau zu hieven. Stand heute aber lässt sich festhalten: Dass das nicht klappen würde, war fast schon abzusehen und liest sich heute wie die Chronik eines angekündigten Abstiegs. Aber nachher ist man ja immer schlauer.
Eben auch Dietmar Müller, der daraus gelernt hat, dass Spieler ihre Zusagen nicht einhalten. Mit Nicola Scaglia fing das ganze Dilemma an. Der italienische Nationalspieler war als Quarterback, als Führungsspieler, als der Ideengeber auserkoren – und verpflichtet worden. Wäre er gekommen, wäre er nicht unter Nennung – im Rückblick – dubioser Gründen weggeblieben, die Saison der Chargers in der zweithöchsten deutschen Spielklasse wäre anders gelaufen. Vielleicht.
Kann sein. Es bleibt hypothetisch und dennoch ärgerlich für Müller, für den mit dem Nicht-Erscheinen von Scaglia die Arbeit aufs Neue begann und auch nicht mehr endete. Einen neuen Spielmacher verpflichtete er. Der kam erst nicht, dann doch und war dann nicht so gut wie die Chargers es benötigt hätten. Da war das Kind auch schon in den Brunnen gefallen. Der Aufsteiger lief der Musik hinterher und wie so oft, wenn es sportlich nicht läuft, rumpelte es dann auch im Umfeld.
Das Ende vom Lied war auch wegen finanzieller Schwierigkeiten der drohende Rückzug aus der noch laufenden Saison. Den Gau wendeten Müller und Mannschaft ab, den Abstieg nicht mehr. Nun geht es in der Regionalliga weiter. Wie? Das muss sich zeigen. Dietmar Müller wird als Präsident nicht weitermachen, dem Verein aber weiter in vielen Bereichen helfen.

16:36
Tja, wer mit den Großen spielen will, das muss auch ein profihaftes Umfeld schaffen und nicht mit so Graupen wie z.B unser ich bin so toll Pressesprecher.
Warum ist den hochgelobte QB und Ideengeber ( unter anderm) nicht gekommen. Weil das Umfeld für ein GFL2 Team einfach zu schlecht war und ist. Selbst für die RL wirds bitter werden.
Stellt Euch endlich richtig auf und schmeißt die Versagen aus dem Verein.
Schöne Grüße aus dem Vest.