Chargers freuen sich zu früh
09.05.2010 | 13:14 Uhr 2010-05-09T13:14:00+0200
Recklinghausen. Es soll einfach nicht klappen für die Recklinghausen Chargers. Auch im dritten Spiel der German Football League 2 machte das Team von Heiko Czarnotta den haushoch favorisierten Langenfeld Longhorns das Leben richtig schwer. Doch am Ende siegten die Gäste mit 47:37 (20:25) – nach einem 21:0-Lauf im letzen Viertel.
Das frustete. Nicht nur Chargers-Trainer Heiko Czarnotta. Auch Verteidiger Jag Ball. Der Kanadier schimpfte: „Es kann nicht sein. Wir waren das bessere Team, wir hatten sie im Sack. Wir haben besser gespielt, wir waren motivierter und wir verlieren wieder. Und warum? Weil wir zu weich sind. Dann haben sie auch Respekt. Das muss anders werden. Das hier ist Football und kein Softball.“
Ähnlich sah es Czarnotta, der allerdings lieber mit den positiven Aspekten begann. „Wir hatten einen der großen Aufstiegsfavoriten am Rande der Niederlage. Wir haben das geschafft, weil wir drei Viertel lang guten Football gespielt haben. Doch in den entscheidenden Momenten haben wieder wir die entscheidenden Fehler gemacht. Wir müssen uns in diesen Phasen einfach mehr konzentrieren.“
Letztendlich waren es zwei kapitale Fehler, die im letzten Viertel für die Wende sorgten. Bis dahin führten die Chargers mit 37:26 und hatte die Langenfelder gut im Griff. Doch eine Balleroberung der Chargers Mitte des letzten Abschnittes sollte für einen Bruch im Spiel sorgen.
In dieser Phase machte Tobias Schmidt, der diesmal als Spielmacher ansonsten eine gute Partie machte, entscheidende Fehler. Drei schlechte Spielzüge und der Ballbesitz ging drei Minuten vor Schluss an die Gäste. Und die ließen sich diese Einladung nicht entgehen. Zunächst fing Bastian Neukötter einen kurzen Pass von Quarterback Andrew Hill zum 32:37, durch einen erfolgreichen verwandelten Extrapunkt waren die Langenfelder wieder auf 33:37 heran.
Und dann ging es erst richtig los. Nach dem Anstoß spielten die Langenfelder erwartungsgemäß kurz, um sich erneut den Ball und dadurch das erneute Angriffsrecht zu sichern. Doch während die Chargers-Coaches am Rande wild gestikulierten, verpennten einige Spieler genau diesen Moment und ließen einen Langenfelder den kurzen Kick fast ungestört fangen. So kam erneut die Offense der Gäste aufs Feld und Spielmacher Smith ließ sich diese Chance nicht entgehen. Direkt im ersten Versuch bediente er Nationalmannschaft-Receiver (Passempfänger) Florian Zuber. Touchdown, Extrakick, 40:37. Knapp 90 Sekunden vor Schluss war dies der K.o. für die Chargers, die noch einen weiteren Touchdown hinnehmen mussten.

11:12
Hier tauchen ja Namen von Spielern auf die es entweder in den Teams nicht gibt, oder die am besagten Spiel gar nicht teilgenommen haben.