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Basketball: WBV-Pokal

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15.02.2012 | 14:56 Uhr
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Foto: Krusebild

Recklinghausen.Lang ist die Liste der Sieger des Pokalwettbewerbs des Westdeutschen Basketball-Verbandes. Seit 1955 wird bei den Männern der WBV-Pokal-Sieger ermittelt, bei den Frauen seit 1973. Der erste Sieger bei den Männern war der TV Grafenberg. Die BG Dorsten gewann 1982. Der BSV Wulfen triumphierte 1991, 2004 und zuletzt 2010. 2011 gewann der FC Schalke 04. Der UBC Münster steht noch nicht in der Siegerliste. Das wird zunächst so bleiben. Dafür dürfen sich die Basketballer von Citybasket Recklinghausen wieder/weiterhin Hoffnungen darauf machen, erstmals in die Liste aufgenommen zu werden. Nach dem 88:81 (45:54)-Sieg am Dienstagabend gegen den UBC Münster stehen sie wie schon in den Jahren 2010 und 2011 im Halbfinale.

2010 verloren sie die Finalserie knapp gegen Wulfen, 2011 knapp gegen Schalke. 2012 würden sie im Finale auf den Sieger des Spiels Giants Düsseldorf, derzeit Spitzenreiter der 2. Regionalliga 1, und der SG Bonn, derzeit 12. der 1. Regionalliga treffen. Vorausgesetzt, das Team von Trainer Georg Kleine gewinnt sein Halbfinale bei BBG Herford. Die erste Paarung im Halbfinale war in der Halbzeit zunächst mit dem Heimrecht für den Sieger des Spiels Recklinghausen/Münster ausgelost worden. Das Team aus der 2. Regionalliga aber hat Heimrecht. Mit seinem Kommentar zum Tausch des Heimrechts sorgte Hallensprecher Jochen Sandkühler für einige hochgezogene Augenbrauen. „Münster spielt im Halbfinale in Herford“, sagte er, lag damit aber dann doch falsch. Auch wenn es gerade im ersten Abschnitt eher nach einem Sieg für das Team aus Münster aussah.

Den schleppenden Start seines Teams im Viertelfinale nahm Georg Kleine auf seine Kappe. „Ich habe das Team wohl zu intensiv auf das Spiel vorbereitet. Die Jungs hatten wohl zu viel zu überlegen, das hat man ganz deutlich gesehen. Ich hatte sieben taktische Dinge für sie. Manchmal reicht zur Vorbereitung auf ein Spiel aber auch nur ein Wort: Kämpfen.“

Das immerhin machten die Recklinghäuser nach einer Nachjustierung in der Halbzeit. Nach dem Wechsel klappte besser, was in den ersten beiden Vierteln immer nur ansatzweise zu sehen gewesen war. Lyuben Paskov bekam im steten Wechsel mit Christoph Schmüdderich und Felix Werner Münsters im ersten Abschnitt mit 18 Punkten auffälligsten Akteur Jasper Knoch immer besser in den Griff. Nur sechs weitere Zähler gingen auf das Konto des ehemaligen Zweitliga-Spielers bei den Hertener Löwen. Auch Atilla Göknil bekam nun weniger Freiräume. Münsters agiler Center erzielte 14 Punkte vor der Halbzeit, vier danach. Er musste allerdings auch im vierten Viertel kurzzeitig vom Feld, weil er sich an der Hand verletzt hatte. Mit dem 26:13 im dritten Viertel stellten die Recklinghäuser die Schilder auf Halbfinaleinzug. Gerade Paskov machte viele wichtige Punkte, sorgte im Alleingang mit zwei erfolgreichen Drei-Punkt-Würfen und einem Zweier für die Resultatsverbesserung von 61:60 auf 69:60. Dennoch blieb Münster fast bis zum Ende auf Schlagweite.

Nun also, nachdem es 2010 und 2011 im Halbfinale jeweils gegen den TV Werne ging, die BBG Herford. „Das wird schwer genug“, sagt Kleine. „Die sind nicht umsonst Spitzenreiter in der anderen Staffel der 2. Regionalliga.“ Gespielt wird voraussichtlich am 7. März, ein Mittwoch.

Auch auf dieses Spiel wird Kleine sein Team gewissenhaft vorbereiten. Einiges weiß er auch schon. „Die haben einen Deutsch-Amerikaner in ihren Reihen, dazu einen US-Amerikaner, einen guten Engländer und auch Julian Schütz, der in der Saison von den Hertener Löwen dorthin zurückgekehrt ist. Die stehen zurecht auf dem Aufstiegsplatz.“ Anders als vor dem Spiel gegen Münster wird sich Kleine aber mit taktischen Vorgaben etwas zurückhalten.

Citybasket: Wolff (2), Bruns (7/1 Dreier), Schmüdderich (2), Fürst (2), Killat, Franklin (19), Gashi, Paskov (18/2), Werner (22/3), Bregulla (15/3)

Markus Rensinghoff

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