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Bezirksliga: Der Spieltag

02.05.2010 | 21:49 Uhr

Recklinghausen . Der TSV Marl-Hüls verliert gegen Hochlarmark und macht damit das Meisterrennen wieder spannend, dagegen scheint der Abstiegskampf so gut wie entschieden. Die Spvgg. Erkenschwick II bleibt in der Staffel 15 zum zweiten Mal in Folge unbesiegt.

Bezirksliga Staffel 12 - 27. Spieltag

VfB Hüls II - DJK Spvgg. Herten 1:4

Mission so gut wie erfüllt: Die DJK Spvgg. Herten kann guten Gewissens auch für eine weitere Bezirksliga-Saison planen. Zehn Punkte beträgt das Polster auf die Abstiegsränge. Gegen eine lustlos auftretende Elf des VfB Hüls II gelang der Mannschaft von Arno Stockhausen dank des überragenden Michele Zappa ein hoch verdienter 4:1-Erfolg. Zappa traf zum 1:0, sein Schuss leitete das Eigentor von Ilker Ciloglou zum 2:0 ein, das 3:0 legte Zappa seinem Sturmkollegen Fabian Pfennigstorf auf, der nach dem Anschluss durch Thorsten Bier auch den Endstand besorgte. Kurios: Ciloglou wollte noch mit der Hand klären, verhinderte das Tor aber nicht und sah daher nur gelb-rot statt glatt Rot. Den Hertenern wars egal: „Das war sehr gut. Wir haben nicht nur kämpferisch, sondern auch fußballerisch überzeugt. Ich denke wir haben den Klassenerhalt geschafft“, freute sich Stockhausen. Trainerkollege Henry Schoemaker vom VfB Hüls war bedient: „Einige werden beim nächsten Training überrascht sein. Die Niederlage war noch zu niedrig, das war eine absolut lustlose Vorstellung. Nur wir Trainer wollten heute gewinnen. Ich bin schwer enttäuscht.“

VfB Hüls II: Moses, Serhan, Wadolny, Zolna, Krapoth, Dujakovic, Ciloglou, Dobersek, Acar, Vasic (65. Themann), Bier

DJK Spvgg. Herten: Colloff, Borkowitz, Pfennigstorf, Berndt, Portmann (75. Serwuschock), Dzierzega, Mengel, Wogersien, Zappa (80. Lennartz), Schwenzfeier, Balci (85. Lehmann)

Tore: 0:1 Michele Zappa (20.), 0:2 Ilker Ciloglou (EIgentor, 38.), 0:3 Fabian Pfennigstorf (53.), 1:3 Thorsten Bier (83.), 1:4 Pfennigstorf (87.)

Gelb-Rote Karte: Ilker Ciloglou wg. Foulspiels und Handspiels (88.)

SG Eintracht Gelsenkirchen - VfL Drewer 2:3

„Drei Punkte, das ist es, was zählt“, lachte Uli Turowski nach dem Abpiff. Denn wie auch die Hertener scheint der VfL Drewer nach dem Sieg gerettet, auch die Marler haben zehn Punkte auf die Abstiegsränge. Die Partie gegen Eintracht Gelsenkirchen war lange Zeit Einbahnstraßenfußball: „Die kamen hinten einfach nicht raus“, erzählt Turowski. Das gelang dem VfL umso besser, nach elf Minuten stand es 2:0, nach einer knappen Stunde erhöhte Daniel Feldmann auch noch auf 3:0. Doch mit der klaren Führung im Rücken schalteten die Dreweraner einen Gang zurück - und kassierten in der Schlußphase die Quittung. Erst der Anschluss, zwei Minuten später konnte Sven Jürgens einen Elfer von Benjamin Lindenau erst parieren, war im Nachschuss aber machtlos.


VfL Drewer: Jürgens, Kuhn (67. Marquardt), Korczikowski, Feldmann, Paust, Kubitza, Simon, Holllingsworth, Drews (75. Weimann), Joswig (67. Lingner), Muth

Tore: 0:1 Thomas Drews (4.), 0:2 Peter Hollingsworth (11.), 0:3 Daniel Feldmann (56.), 1:3 Semih Kabasakal (86.), 2:3 Benjamin Lindenau (88.)

Preußen Hochlarmark - TSV Marl-Hüls 3:1

Die gute Serie von Preußen Hochlarmark hält weiter an, nach den vielen siegreichen Wochen, unter anderem gegen Haltern und Disteln wurde nun auch das dritte Topteam geschlagen. Die Preußen, die vor einer ungewissen Zukunft stehen, könnten in dieser Saison dank einer tollen Rückserie noch einen großen Abschluss schaffen. Schon nach einer halben Stunde stand es 2:0 für die Recklinghäuser, nach einer Kombination „wie aus dem Lehrbuch“, wie sich Trainer und Keeper Marc Manderla freute, hatte Adi Stalka zum 1:0 getroffen, Adnan Mulavdic erhöhte per Foulelfmeter. „Bis zur Pause war das eine Katastrophe“, fand TSV-Coach Christoph Maziarz, der aufgrund vieler Verletzer die Meisterschaftshoffnungen erst einmal hinten anstellt. Seine Mannschaft verbesserte sich im zweiten Durchgang und kam durch Ertan Temel in der Schlußphase auch noch einmal heran, per Konter entschied jedoch Nadir Ibrahimovic in der letzten Minute das Spiel. „Ich weiß nicht, ob es für ganz oben noch reicht, aber momentan läuft es ja recht gut“, hält sich Manderla mit Meisterschaftsträumen zurück.

Preußen Hochlarmark: Manderla, Mulavdic, Stalka (90. Zahnhausen), Lipczak, Köse, Jedfeld, Widera, Ibrahimovic, Prüter (78. Stahl), Umar, Such (66. Gödecke)

TSV Marl-Hüls: Meiwes, Best (86. Raschkowski), Ese, Segeth (46. Dag), Temel, Circovic, Ceylan (76. Honnen), Kaiser, Leoniak, Ruhe, Gaebler

Tore: 1:0 Adrian Stalka (10.), 2:0 Adnan Mulavdic (29. Foulelfmeter), 2:1 Ertan Temel (80.), 3:1 Nadir Ibrahimovic (90.)

TuS Sinsen - Westf. Buer 1:1

Ganz viel Pech hatten die Kicker des TuS Sinsen gegen Westfalia Buer an den Schuhen. Gleich fünf Mal trafen die Marler nur Aluminium, nachdem nach dem einzigen Patzer früh das 0:1 fiel. „Ich kann meiner Mannschaft gar keinen Vorwurf machen. Wir haben richtig gut gespielt, toll kombiniert, aber die Jungs haben sich nicht belohnen können.“ Nur Dennis Ley fiel auf: Er traf nach einer Ecke kurz nach Wiederanpfiff die Latte. Doch eine Minute später ging es doch: Ley sorgte für das 1:1. Die Kollegen Boban Georgiev (77.) und Dominique Temming (88.) hatten weniger Glück, beide trafen nur die Unterkante der Latte.

Am Donnerstag geht es für Sinsen gegen Haltern, am Sonntag gegen den TSV Marl-Hüls. Mit etwas mehr Glück an den Stiefeln kann der TuS 05 dann die Meisterschaft weiter spannend halten.

TuS Sinsen: Stankowiak, Göttfert, B. Georgiev, Bernhard (75. Just), Hübner (61. Kopse), Ley, Temming, Yildirim, Müller, Romberg, Kocagöz

Tore: 0:1 (14.), 1:1 Dennis Ley (50.)

SC Blau-Weiß Wulfen - Viktoria Resse 0:4

Nichts zu holen gab es für Absteiger Wulfen gegen Resse. „Wir konnten vielleicht fünfzehn Minuten mithalten. Danach sind die Gelsenkirchener davon gezogen“, sagt Wulfens Coach Andreas Hinzmann. Bitter: In diesen Minuten vor der Resser Führung hatte Carsten Mecking die Riesenchance auf das 1:0, verpasste aber. Nicht so Resse: Die Schwarz-Gelben legten ab Minute 22 los, zur Pause stand es schon 0:3, das Spiel war gelaufen.

BW Wulfen: Brombach, Richter, Mecking, Hübner (46. Welker), Pohlmann, Hofmann, Lamprecht, Szesny, Bruns (75. Domogalla), Wanning, Fellner (78. Sandkühler)

Tore: 0:1 (22.), 0:2 (30.Foulelefmeter), 0:3 (38.), 0:4 (75.)

BVH Dorsten - SV Lippramsdorf 3:2

Dorsten spielt weiterhin eine Bombenrückrunde. Auch der SV Lippramsdorf wurde von der Grün-Weißen Offensivmaschinerie überrollt. Zumindest eine Halbzeit lang: Zur Pause führten die Dorstener, die auf Oktay Kara verzichten mussten, dank Kim Welter und dem wieder mal doppelt erfolgreichen Raoul Reiß schon mit 3:0. Reiß verpasste nach dem Wiederanpfiff den Sack zu zu machen, das führte den LSV wieder ins Spiel zurück. Matthis Rockrohr konnte per Doppelpack verkürzen, letzten Endes schafften es die Dorstener aber, den Sieg über die Zeit zu rettenn. „Wir haben im zweiten Durchgang etwas den Faden verloren. Aber das war eine weniger gute Halbzeit in sehr vielen guten Spielen. Kein Grund zum Ärger“, freute sich Trainer Christian Gabmeier.

BVH Dorsten: Czok, Reckmann, I. Kara, Pohlmann, Tatuhey, Welter, Nolte, Strotmann, Elvermann (46. Paul), Mahlitz, Reiß (82. Grugel)

SV Lippramsdorf: Meinken, Mielcarek, Saado, Kaiser, v. Buer (46. Boczula), Rejek, Steffen, Bauch, Rockrohr, El-Batal (89. Kappe), Seidel (70. Kirch)

Tore: 1:0 Raoul Reiß (12.), 2:0 Kim Welter (21.), 3:0 Reiß (42.), 3:1, 3:2 Matthis Rockrohr (60., 70.)

VfB Kirchhellen - Spfr. Gelsenkirchen 7:1

Bezirksliga Staffel 15 - der 31. Spieltag

Spvgg. Erkenschwick II - Urania Lütgendortmund 1:1

Nach dem 2:2 im Nachholspiel hat die Erkenschwicker Reserve erneut einen Punkt geholt. „Ein Achtungserfolg. Aber es wäre noch mehr drin gewesen, die Chancenverwertung war nicht optimal“, meinte Keeper Michael Rütten, der nach den Debakeln der letzten Woche diesmal nur einmal hinter sich greifen musste. Der einzige, der auf Stimberg-Seite seine Chance verwertete, war Ümit Durgut, sein Treffer zum Ausgleich sorgte für den Punktgewinn.

Spvgg. Erkenschwick II: Rütten, Müller, Genc, Temel, Schimankowitz (65. Krause), Hatil, Uhrig, Hallmann, Kruse, Neisen, Uz (70. Durgut)

Tore: 0:1 (50.), 1:1 Ümit Durgut (80-.)

Kirchhörder SC - FC/JS Hillerheide 2:2

Ein ordentliches Remis hat Hillerheide geholt. „Nach den Pleiten der vergangenen Wochen war das eine deutliche Steigerung, aus spielerischer wie auch kämpferischer Hinsicht. Langsam geht es wieder aufwärts“, fand Oliver Gallert, Coach der Recklinghäuser, die kurioserweise das erste Mal in dieser Saison Unentschieden spielten. Gleich drei Elfmeter gab es in Kirchhörde: Den ersten konnte Heides Keeper Michel Schnell parieren, den zweiten verwandelte Mirnes Jasikovic zum zwischenzeitlichen Ausgleich, beim Endstand konnte Schnell dann vom Punkt aus doch noch bezwungen werden. „Das Unentschieden geht in Ordnung“, so Gallert.

FC/JS Hillerheide: Schnell, Johns, C. Kluwig, Pinana-Schult (70. Streif), Scharmukschnis (61. Neitzel), Juber, Menke, Jasikovic, Mandecki, Berbic, Heitkamp (62. Bleyer)

Tore:1:0 (60.),1:1 Mirnes Jasikovic (65., Foulelfmeter), 1:2 Christian Johns (70.), 2:2 (85., Foulelfmeter)

Wacker Obercastrop - Eintracht Datteln 3:0

Nichts zu holen gab es für die Dattelner Eintracht in Castrop-Rauxel. Nach dem Dominik Haas in der ersten Halbzeit die Riesenchance zur Führung nicht nutzte, blieb es beim 0:0 zur Pause. Im zweiten Durchgang dann legte Wacker richtig los, ein Doppelschlag entschied nach einer Stunde das Spiel, in der 78. fiel das 3:0. „Dominik Niemeyer hat uns vor einer höheren Pleite bewahrt“, befand Coach Andreas Charizanis nachher.

Eintracht Datteln: Niemeyer, Yigit, Brinker, Mönnich (23. Akarsu), Rasche, Haas, Heel, Twiling, Suntrup, Liese, Dworniczak

Tore: 1:0 (58.), 2:0 (60.), 3:0 (78.)

Arminia Marten - VfB Waltrop 3:0

Angefressen war Martin Backwinkler, Trainer des VfB Waltrop nach der Pleite beim Spitzenreiter. „Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen.“ Viele fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters führten aus Waltroper Sicht zur Niederlage: „Wir haben die erste Halbzeit dominiert, Marten konnte uns oft nur per Foul stoppen. Aber es gab keine Karten. Auch nicht, als Matthias Sylvester vom letzten Mann gefoult wurde“, so Backwinkler. Marten konnte glücklich in Führung gehen, die Moral der Waltroper war aber keineswegs gebrochen. Im zweiten Durchgang ging es munter weiter, auch mit kuriosen Entscheidungen: Kurz nach Wiederanpiff erhöhte der Gastgeber per Elfmeter. Warum? „Keine Ahnung. Die Spieler von Marten guckten sich ratlos an, der gegnerische Trainer fragte mich, was passiert war. Ich kann nur sagen: Ein Foul war da sicher nicht“, so Backwinkler weiter. Beim 3:0 hat er aber ein Foul gesehen: „Der gegnerische Stürmer hat Philipp Lindenblatt umgestoßen, um freie Bahn zu haben.“

Weil die Waltroper ihrerseits ihre Chancen nicht nutzen, blieb es beim auf dem Papier deutlichen 3:0-Erfolg und schlechter Laune beim VfB.

VfB Waltrop: Kiwitt, Sawatzki, Ibuk (60. Brehm), Neuhaus (85. Forster), Hufnagel, Lauth, Wels, Noltemeier, Sylvester, Cittrich, Lindenblatt

Tore: 1:0 (36.), 2:0 (50., Foulelfmeter), 3:0 (54.)

Paul Monninger



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