Bei Kilometer 30 kommt der Schweinehund

Samstagmorgen, kurz nach 7 Uhr in der Haard. Bis auf Vogelzwitschern ist im Waldgebiet nichts zu hören. Bis auf einmal die Stille unterbrochen wird durch leises Stimmengewirr.

Recklinghausen/marl.. Eine Sportgruppe kündigt sich an und zieht nach kurzer Verschnaufpause an der Verpflegungsstation weiter.
Die Wanderfreunde 1979 haben sich erstmals an der Woche des Sports beteiligt - mit einem Angebot, das auf positive Resonanz gestoßen ist. Am Bahnhof Marl-Sinsen hat sich eine Gruppe von 30 Männern und Frauen zu einem Marathon aufgemacht.


Und das ist wörtlich zu nehmen. 41,6 Kilometer sind es genau, die die Gruppe unter der Leitung von Wanderführer Markus Tobergte zurücklegt. Ein Rundkurs über Ahsen, Hullern, um den Halterner Stausee durch die Westruper Heide zurück nach Marl. "Im vergangenen Jahr sind wir anders herum gelaufen", erinnert der Recklinghäuser an die Marathon-Premiere.


Mit einer knapp halbstündigen Verspätung ist die Gruppe am Nachmittag vollständig am Ausgangspunkt angekommen. Müde, aber glücklich. "Nach Kilometer 30 wird es schwer", verrät Tobergte, "da kommt der Schweinehund". Den überwinden die Sportler und trotzen den schmerzenden Beinen und Füßen.


Das ist im Ziel alles schnell vergessen. Die Teilnehmer sind so begeistert, dass sie bei einer möglichen Neuauflage wieder dabei sein wollen. Die Wanderfreunde 1979 überlegen sich schon eine neue Strecke. "Sie soll über möglichst wenig Asphalt führen", erklärt Tobergte.



Am 9./10. August richten die Wanderfreunde 1979 einen Wandertag aus. Interessierte können zwischen drei Stecken (7, 12, 22 Kilometer) auswählen. Das könnte auch eine Vorbereitung auf die 43. Woche des Sports sein, an der sich der Verein gern wieder beteiligen möchte.