Aus HSC und ETG wird die HSG

Bereits am 4. September des letzten Jahres hatte Zeljko Troselj, Vorsitzender des HSC Eintracht, prophezeit: Die HSG Vest wird kommen. Gesagt, getan.

Recklinghausen.. Die drei Teams der Herrenhandball-Abteilung des HSC werden ab der kommenden Spielzeit unter dem Namen "HSG Vest Recklinghausen" an den Start gehen. Neues Etikett, gleicher Inhalt? Das erinnert stark an den Werbe-Spruch mit Raider und Twix Anfang der neunziger Jahre.

Jochen Schlüter, 2. Vorsitzender des HSC, bestätigte am Rande des vergangenen Heimspiels der Verbandsliga-Herren gegen den SV Westerholt die Vorgänge: "Wir haben am Freitagabend zusammen mit den Verantwortlichen der ETG die Verträge geschlossen."

Der Westfälische Handballverband muss der Umbenennung noch zustimmen - eine Formalität. Dahinter steckt aber mehr als eine simple Umetikettierung: Die Kooperation - keine Fusion - zielt zwar lediglich auf die Senioren-Abteilungen ab.
In Zeiten des demografischen Wandels ist jeder Verein um neue Mitglieder dankbar. Durch die Zusammenarbeit verspricht sich der HSC eine Erweiterung des Einzugsgebietes. Schlüter bestätigt: "Wir werden einige Heimspiele in der Walter-Lohmar-Halle bestreiten."

Auch um die nahe gelegene Maybacher Heide zu erschließen. "Dort schlummert Potenzial", sagt Schlüter.
Die Frauen-Teams der ETG und des HSC machen bereits gemeinsame Sache. Seit Saisonbeginn sind zwei Vertretungen der HSG Vest in Landes- und Bezirksliga unterwegs und tragen ihre Heimspiele wechselweise in Süd und der Hillerheide aus.

Bei den Männern sind derartige Verflechtungen ebenfalls zu beobachten: Vor Saisonbeginn funkte der personell angeschlagene HSC II S.O.S und die damals frisch abgemeldete ETG half mit Spielern aus und hielt so den Spielbetrieb aufrecht - aus organisatorischen Gründen unter dem Dach des HSC Eintracht. Das gehört bald der Vergangenheit an.