Aufbruchstimmung am Senghorst

Solche Gefühle hatten die Spieler des 1. FC Preußen Hochlarmark schon länger nicht mehr in der Kabine: Wut und Ärger. Und das ist gar nicht mal schlecht, wie Trainer Thomas Beck findet: Endlich ärgern wir uns mal wieder, weil heute mehr möglich war. Nach einigen Wochen zum Vergessen herrscht am Senghorst wieder Aufbruchstimmung

RECKLINGHAUSEN.. Zwar sprang bei Becks Heimpremiere nichts Zählbaren heraus, doch zeigte sich seine Mannschaft bei der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen Concordia Flaesheim vor allem in der Defensive stark verbessert. War Preußen zuletzt die Schießbude der Liga, so machten die Hochlarmarker nun dem Aufsteiger aus Haltern das Leben schwer.

Thomas Beck lobt seine neu formierte Mannschaft: "Heute war der Wille endlich wieder vorhanden!" Gegen den Tabellenfünften verordnete er seinem Team eine defensive Grundausrichtung: "Die eine Woche Training hat sich bemerkbar gemacht - wir haben mit System von hinten heraus gespielt."

Die neuen Impulse zeigten sich von Beginn an: Concordia versuchte, das Spiel zu dominieren, doch scheiterte oft an der sicheren Grunddeckung der Gastgeber. Auf der Gegenseite hatte Onur Uz sogar die Chance zur Führung - sein Schuss ging über das Gehäuse (16.).

Gäste-Trainer Fabian Schulte-Althoff reagierte zur Halbzeitpause und bewies ein goldenes Händchen: Nach einem Ballverlust war Preußen einmal unsortiert - Joker Tobias Huhn schloss den Konter der Gäste über Luca Krause eiskalt zum Tor des Tages ab (69.). Auch wenn die Gastgeber am Ende alles nach vorne warfen, viel mehr als die Torchance von Ekrem Böcekli nach schöner Kombination über Nils Wiegmann brachte die Offensivabteilung nicht mehr zustande (59.).

"Natürlich war der Gegner uns körperlich überlegen. Aber wir arbeiten wieder als Mannschaft zusammen auf ein gemeinsames Ziel hin", bilanziert Thomas Beck. Bitter sind für die Hochlarmarker die Ausfälle von Chiedu Njubuigbo und Florian Freese. Dafür gab Ekrem Böcekli, Neuzugang von Titania Erkenschwick, sein Debüt.