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Tennisturnier in Recklinghausen

Auf großer Fahrt

14.07.2009 | 20:00 Uhr

Für die Gruppe von jungen Tennisspielern aus den USA soll es auf der Europa-Reise um mehr gehen als nur um Sport.

Recklinghausen. Der Mann sieht auf den ersten Blick nicht unbedingt aus wie ein Tennistrainer. Und eigentlich ist er auch keiner. Jedenfalls nicht nur. Dr. Martin Vinokur ist mit 14 Spielerinnen und Spielern plus zwei Trainern aus den USA angereist. Aber die dreieinhalbwöchige Tour über Vigo (Spanien), Uetrecht (Niederlande), Recklinghausen, Osterode (Harz) und Paris versteht er nicht nur als transatlantisches Trainingslager für seine Schützlinge, selbst wenn er der Überzeugung ist: „Wenn sie wieder nach Hause kommen, sind sie bessere Spieler.”

Aber aus Sicht des Doktors der Politikwissenschaften aus Stamford/Conneticut (USA) geht es bei der Europa-Reise nicht nur um Sport. Er will den Kindern und Jugendlichen eine andere, nicht-amerikanische Welt zeigen. „Deshalb fühle ich mich auch eher als Erzieher oder Lehrer.” Über die Dimensionen des Sports hat der 67-Jährige auch ein Buch geschrieben. Der Titel: „More than a game” – Mehr als ein Spiel. Ein Blick über den Tellerrand hinaus.

Es sind nicht die besten Akteure aus den USA, die er mitbringt. Die werden vom Nationalverband gefördert. Aber es sind welche mit Notierungen in der nationalen Rangliste und mit Potenzial, die sonst kaum eine Chance hätten, sich außerhalb der USA zu messen. Das hat allerdings auch seinen Preis. Einige tausend Dollar kostete die Teilnahme an der Europa-Reise jede Spielerin und jeden Spieler. Das hat aber auch seinen Wert, wie Trainer Justin Quest beteuert. Die gemeinsame Erfahrung etwa einer Gruppe, die sich, zusammengewürfelt aus dem ganzen Land, in New York trifft und von dort aus über den großen Teich fliegt. Quest: „Im Laufe der Zeit bildete sich ein echtes Team. Und das ist eine großartige Erfahrung.”

So sieht es auch sein Chef, der im vergangenen Jahr zum erstenmal nach Recklinghausen kam und hellauf begeistert war. „Wir wurden so freundlich aufgenommen wie es besser gar nicht geht. Es war überhaupt nicht schwer zu entscheiden, wieder hierher zu kommen.” roro

Andreas Rorowski



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