Ass im Ärmel

Christian Amthor bleibt sich treu. Vor dem Gastspiel des SV Vestia Disteln hat sich Trainer des SV Hochlar 28 nicht mit dem Gegner beschäftigt. Warum auch? Derbys haben doch ihre eigenen Gesetze. Außerdem hat das Trainerduo Amthor/Tobias Portmann genug mit dem Bezirksliga-Aufsteiger vom Segensberg zu tun.

RECKLINGHAUSEN.. Und das liegt vorrangig an der dünnen Personaldecke. Zum rotgesperrten Nino Schlutt gesellen sich Fabian Kudlek und Justin Singh, die zuletzt in Eichlinghofen jeweils die Ampelkarte gesehen hatten. "Wir haben nicht viele personelle Alternativen", sagt Amthor.


Grund zur Sorge hat er aber nicht. Die Spieler, die zuletzt in der zweiten Reihe standen, bekommen ihre Chance, sich für weitere Einsätze in der ersten Elf zu empfehlen. Darüber hinaus haben die Hochlarer Teamverantwortlichen mehr als ein Ass im Ärmel: Die A-Junioren vom Segensberg, deren Spielbetrieb in den Herbstferien ruht, haben in den letzten Wochen so überzeugt, dass Amthor/Portmann wohl wieder auf den Nachwuchs setzen werden.


Auch wenn der SVH zuletzt in Eichlinghofen eine herbe 1:5-Niederlage einstecken musste, waren die Teamverantwortlichen mit der Leistung im Großen und Ganzen zufrieden. Was paradox klingt, hat für Amthor eine plausible Erklärung. "Den Gegentreffern gingen individuelle Fehler voraus. Die dürfen uns gegen Disteln nicht wieder passieren."


Das Ziel der morgigen Platzherren ist klar: Hochlar möchte mit einem Heimsieg gegen die Mannschaft von Trainer Sebastian Rasch den derzeitigen Rückstand von sechs Punkten verkürzen - damit es nicht allein bei der räumlichen Nähe der beiden Bezirksliga-Rivalen bleibt.