Anstrengender Spaß
23.02.2012 | 16:38 Uhr 2012-02-23T16:38:00+0100
Haltern am See.Am zweiten Spieltag war es, so lange ist das schon her, da hatten die Volleyballerinnen des ATV Haltern in der Verbandsliga zum vorerst letzten Mal eine ausgeglichene Bilanz. Ein Sieg zum Saisonbeginn über den Verberger TV, eine Niederlage bei Bayer Wuppertal, das machte 2:2 Punkte – in den Spielen danach rutschten die Halternerinnen ins Minus. Aber sie sind auf dem Weg da heraus, haben am Sonntag (15 Uhr) beim VV Kamp-Lintfort die Chance, mal wieder ihr Punktekonto auszugleichen. Für Trainerin Uta Ferling ist das im Rückblick so überraschend nicht: „Kampfgeist war bei uns ja immer vorhanden.“
Den haben die ATV-Spielerinnen auch behalten, als sie 4:14 Punkte hatten – ein Tiefpunkt, aber nur in der Zählerbilanz. Der Kampfgeist, der war ja immer noch da: „Die Spielerinnen haben immer an sich geglaubt.“.
Für die neuformierte, junge Mannschaft und die neuen Trainer Uta Ferling und Michael Schicktanz war es aus verschiedenen Gründen eine schwierige Vorbereitungszeit vor dieser Saison, und in der Meisterschaft, trotz des Auftaktsieges über den Verberger TV, wurde es nicht auf Anhieb einfacher.
„Wir mussten uns erst mal einspielen“, erklärt Uta Ferling, selbst langjährige Zweitliga-Spielerin. Und sie sagt: Ihre Vorgängerin auf dem Trainerposten, Teee Slacanin, habe „große Fußstapfen“ hinterlassen. Aber nicht nur das: „Teee hat schon einen Drill mit reingebracht.“
Daran knüpfen Uta Ferling und Michael Schicktanz an: „Unsere Spielerinnen sind motiviert und wissbegierig. Die sind beim Training nicht zufrieden, wenn sie nicht schwitzen. Sich mit Spaß anzustrengen, damit sind unsere Spielerinnen aufgewachsen.“
Das ist die eine Seite des Trainerjobs, die andere: Das Team daran zu erinnern, was es kann. Unterstützt wurden Ferling und Schicktanz in den meisten Spielen 2011 noch dadurch, dass viele der Niederlagen knapp waren, oft erst im Tie-Break verloren gingen.
In den letzten vier Ergebnissen sorgte das Team selbst für weiteren Aufschwung, in reihe gewannen sie die und haben sich in der Tabelle weiter nach vorne gearbeitet.
Das Thema Abstieg ist nach diesem Spurt kein Thema mehr. Ganz nach oben muss der ATV Haltern in der Verbandsliga auch nicht mehr schauen, aber der Kampfgeist kriegt noch genug Futter: „Wir haben in dieser Rückrunde noch genug Spiele, in denen wir uns für Hinrundenniederlagen revanchieren müssen“, sagt Uta Ferling.
Für die Zukunft bleibt es dabei, dass der ATV auf seine eigenen jungen Spielerinnen setzt. Die Zukunft des Teams in der aktuellen Besetzung entscheidet sich, wenn diejenigen, die in diesem Jahr ihr Abitur machen, wissen, wie es für sie persönlich weitergeht.
Aber erst mal sind noch ein paar sportliche Rechnungen aus der Hinrunde offen.

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