Am Ende fehlt den Herren 70 ein Satz zum Titel

Die Tennis-Herren 70 des TuS 09 haben die Sommersaison am Dienstagabend zwar ohne echte Niederlage überstanden. Nach dem 3:3 in einem dramatischen Endspiel um die Westfalenmeisterschaft gegen TV Espelkamp-Mittwald II war das aber nur ein schwacher Trost.

Oer-erkenschwick.. Weil die Gäste aus Ostwestfalen - Espelkamp liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Bad Oeynhausen an der Landesgrenze zu Niedersachsen - am Ende nach vier knappen Einzeln und zwei packenden Doppeln einen Satz und ein Spiel mehr gewonnen hatten, dürfen sie sich Westfalenmeister nennen. Für den TuS 09, der bereits vor dem Westfalenfinale gegen die nicht aufstiegsberechtigte Zweitvertretung des TVEM als Aufsteiger zur Regionalliga feststand, bleibt der Vize-Titel.

Das Duell der beiden Westfalenliga-Meister war eines Endspiels absolut würdig. Allein das Wetter spielte nicht mit. Schon nach einer Stunde setzte der Regen ein. Nach einer Unterbrechung entschied Oberschiedsrichter Heinz Braasch in Absprache mit beiden Teams, dass es unterm Hallendach weitergeht. "Das war schon ein Nachteil für uns", meinte Manfred Hauch, der wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Hans-Bernd Reining an Position zwei aufschlug.

In den Einzeln hatten Horst Stütze (LK13) mit 1:6; 2:6 gegen Dieter Weitz (LK11), Manfred Hauch (LK16) mit 6:7, 7:6 und 6:10 gegen Roland Scholz (LK 14) sowie Helmut Amrehn (LK 19) mit 3:6; 3:6 gegen Erhard Schiffner (LK20) verloren. Heinz Behler (LK18) verkürzte gegen Hagen Kaiser (LK18) durch einen Dreisatzsieg (7:5; 5:7; 10:6) auf 3:1.

Dramatisch wurde es in den Doppeln. Stütze/Seidenkranz spielten ihre Gegner mit 6:0 und 6:0 an die Wand. Als Hauch/Vosdellen den ersten Satz mit 6:3 gewonnen hatten und im zweiten Durchgang bereits mit 4:0 und 40:15 führten, sprach alles für die Gastgeber. Doch beim TuS-Duo riss der Faden und der zweite Satz ging tatsächlich noch mit 5:7 an die Gäste, die den Matchtiebreak zwar mit 5:10 verloren, durch den Satzgewinn aber am Ende jubeln durften.