Alles ist offen bei der Hallen-Stadtmeisterschaft

Gelingt dem SV Borussia Ahsen der Hattrick? Diese Frage wird wenn der Zeitplan eingehalten wird am Sonntagabend kurz vor 19 Uhr beantwortet sein. Wenn das Finale der Hallenstadtmeisterschaften der Senioren beendet ist.

Datteln.. Zweimal in Folge konnten die Ahsener den Titel mit nach Hause nehmen. Ginge es nach Trainer Christian Schnettger soll dies noch ein drittes Mal passieren. "In den vergangenen Jahren sind wir entweder Stadtmeister geworden oder standen im Finale", sagt er, "die Mannschaft ist nahezu unverändert geblieben. Also wollen wir den Titel auch verteidigen."

Ab 13 Uhr stehen sich am Sonntag in der Halle des Berufskollegs SW Meckinghoven, Borussia Ahsen und Germania Datteln (Gruppe I) sowie Kültürspor, die DJK Eintracht und der SV Horneburg (Gruppe II) gegenüber. Gespielt wird jeweils über zwei Mal zehn Minuten. Nach der Gruppenphase beginnen die Halbfinalspiele um 16.15 Uhr, das Endspiel ist für 18.15 Uhr terminiert.

Gespielt wird nach den neuen Futsal-Regeln mit einem Futsal-Ball. "Wir haben zweimal mit ihm trainiert", so Schnettger, "der Ball ist ungewohnt. Wie es klappt, werden wir am Sonntag sehen."

Beim B-Kreisligisten SV Horneburg hat in dieser Woche das Training schon begonnen. Wenn auch auf dem Feld. Heute will Michael Blum sein Team in der Halle auf die Stadtmeisterschaften einstellen. "Der Ball ist schwerer und springt nicht so ab", weiß Blum zu berichten, da er schon mit den Alten Herren von Grün-Weiß Erkenschwick mit dem fremden Spielgerät üben durfte, "doch wenn man sich an ihn gewöhnt hat, macht es Spaß."

Die beiden Bezirksligisten Ahsen und DJK Eintracht sieht er als die Favoriten an, warnt aber vor den Sportfreunden Germania: "Das ist immer eine gute Hallenmannschaft gewesen", weiß er. Mit seinem Team will Blum ein Wörtchen mitreden: "Vielleicht kommen wir ja bis ins Halbfinale."

Zwei Besuche absolvierte SW Meckinghoven in der Soccerhalle. Vielleicht wären die nicht nötig gewesen, denn die Meckinghover konnten beim Turnier in Waltrop, bei dem sie Platz drei belegten, schon Erfahrungen mit neuem Ball und neuen Regeln machen. "Die Futsal-Regeln", so Trainer Tim Weber, "finde ich gut. An den Ball hat man sich schnell gewöhnt. Nur für den Torwart wird es schwieriger." Er hat in seinem Team einige hallentaugliche Spieler ausgemacht und hofft auf eine Überraschung. "Favoriten sind natürlich die beiden Bezirksligisten", meint er, "doch in der Halle ist alles möglich."

Dieser Meinung ist auch Germania Dattelns Coach Stefan Scheuner. Auch die Germanen kickten beim Turnier in Waltrop mit, schieden aber in der Vorrunde aus. "Anscheinend sind wir mit dem neuen Ball noch nicht so gut zurechtgekommen", schmunzelt er. Als Trainer hält er das neue Regelwerk für gut: "Es besteht eine geringere Verletzungefahr."

Mit neuem Trainer und einigen neuen Spielern kommt A-Kreisligist Kültürspor. Mustafa Dikec wird bis auf Weiteres das Team betreuen, nachdem Serkan Civelek im November das Handtuch geworfen hatte. Von SW Meckinghoven kamen Burak Yibak und Kamuran Eksi, von Inter Castrop kam Sinan Agan.

"Wir haben zweimal in der Halle trainiert", sagt Geschäftsführer Umut Cümen voller Vorfreude, "jeweils mit 21 Spielern. Und die haben richtig Lust auf die Stadtmeisterschaft." Mit dem Futsal-Ball , räumt er ein, habe man noch keine Erfahrung, des halb sieht er sein Team auch als krassen Außenseiter. "Aber wir sind guter Dinge. Lassen wir uns überraschen."

Sein Debüt als Trainer von Eintracht Datteln gibt Stefan Blank. Auch der sieht keinen Favoriten. "Sehr viel liegt an den neuen Regeln. Und wie die Spieler mit dem neuen Ball zurechtkommen", meint er. In ganz fremder Umgebung bewegt sich Blank am Sonntag übrigens nicht: Während seiner Zeit als Trainer bei der Spvgg. Erkenschwick war Michael Blum dort für die 2. Mannschaft verantwortlich.