Das aktuelle Wetter NRW 18°C
Tischtennis

Aller guten Dinge sind drei

24.04.2008 | 17:38 Uhr
Aller guten Dinge sind drei

Robin Malessa gehört bei den Deutschen Meisterschaften in Löhne zum engeren Favoritenkreis.

Oer-Erkenschwick. Er weiß wie es sich anfühlt, ein Sieger zu sein. Es ist ein gutes Gefühl. Eines, von dem man nie genug bekommen kann. Deutscher Meister im Einzel und im Doppel bei den Schülern war Tischtennis-Spieler Robin Malessa (Foto) schon. Und jetzt schickt er sich an, auch bei den Jugendlichen zum Maß der Dinge zu werden. In Löhne werden an diesem Wochenende die Deutschen Meisterschaften ausgetragen.

Aller guten Dinge sind drei. Unter diesem Motto könnten die Titelkämpfe stehen. Denn der Oer-Erkenschwicker zählt nicht nur im Einzel als Sechster der deutschen Rangliste zum Favoritenkreis. Im Doppel ist er gemeinsam mit Ricardo Walther (Brühl) an Position zwei gesetzt. Und auch im Mixed mischt Malessa an der Seite von Marina Frankhauser (Eitorf) mit. Reichlich viele Spiele. „Aber das ist bei den Jugendlichen nichts außergewöhnliches”, sagt Malessa. Unlängst musste er beim Deutschland-Pokal 20 Spiele an einem Wochenende austragen. Das geht an die Substanz.

So verlangt die Güte des Turniers, bei dem auch Weichen im Hinblick auf die Europameisterschaft gestellt werden, nicht nur spielerische Topform. Sie erfordert auch kluges Haushalten mit den Kräften. Gerade für Robin Malessa, der nach Einschätzung von Istvan Korpa in puncto Kondition und Athletik noch Nachholbedarf hat. „Daran und an Defiziten im Rückschlag-Spiel muss er noch arbeiten”, sagt der Jungen-Bundestrainer. Auch für den früheren Weltklassespieler gehört Malsessa zum engen Favoritenkreis. Seine Stärken: „Er verfügt über einen guten Aufschlag und kann als Linkshänder seine ausgeprägten Rückhandschlag gut einsetzen, so wie ein Timo Boll das macht oder wie das früher ein Jörg Rosskopf konnte.”

Istvan Korpa wirft immer einen genauen Blick auf seine Kaderspieler. „Das wichtigste ist für mich, dass sie sich sich kontinuierlich steigern.” Und das ist bei Robin Malessa gegeben, auch wenn der 17-Jährige wie andere Akteure in seinem Alter auch noch Formschwankungen unterliegt. Gerade wenn er neben den Anforderungen des Leistungssports noch die Schule ordentlich bewältigen muss. Das weiß Istvan Korpa. Er sagt. „Ende des vergangenen Jahres hat Robin einen großen Sprung gemacht.” Damals gewann er das Top16-Turnier. „Später habe ich beim Top12 schlecht gespielt”, räumt Malessa ein. Deshalb büßte er seinen Spitzenplatz im Ranking ein.

Aber er ist auf einem guten Weg. „Er hat eine gute Basis und macht Fortschritte. Er ist zwar eher still und zurückhaltend, aber ich weiß dass er sehr ehrgeizig ist”, charakterisiert Korpa den Nachwuchspieler von Germania Holthausen. Gern sähe es der Bundestrainer, wenn Malessa in Löhne den einen oder anderen Spitzenspieler schlagen und damit auch noch einmal seine Nominierung für die Internationalen Slowenischen Meisterschaften rechtfertigen würde.

Dass der in der nächsten Saison nach einem eindrucksvollen Jahr in der Oberliga mit einer Bilanz von 32 Siegen und nur drei Niederlagen endgültig in den Zweitliga-Kader der Herner aufrückt, ist für alle Beteiligten ein wichtiger Schritt. „Es gibt auch in der Regionalliga und kann manchmal in der Oberliga sehr, sehr gute Spieler geben, die einen Nachwuchsakteur fordern.” Besser sei es aber schon, in dieser Phase der Karriere auf höherem Niveau zu spielen. Nicht zuletzt deshalb ist der Oer-Erkenschwicker mit sch im reinen.

„Etwas nervös bin ich vor jedem Turnier”, sagt er. Wobei er zumindest gestern noch recht gelassen war. Am vergangenen Wochenende beim Vorbereitungslehrgang speziell auf die DM hat er noch einmal hart gearbeitet. Rückschläge vor allem; aus gutem Grund. Gewappnet zu sein, ist ein gutes Gefühl. Wie auch zu wissen, bereits für das nächste internationale Turnier nominiert zu sein. Jetzt gilt es, die Konzentration zu halten.

Andreas Rorowski

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1535777/create

Umfrage
Die Fußballerinnen des 1. FFC Recklinghausen treten am Sonntag zum Spitzenspiel bei Verfolger VfL Bochum an. Gewinnt die Mannschaft nach dem Hinspiel auch das Rückspiel, ist die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt. Setzt sich der FFC gegen die Bochumerinnen durch?

Die Fußballerinnen des 1. FFC Recklinghausen treten am Sonntag zum Spitzenspiel bei Verfolger VfL Bochum an. Gewinnt die Mannschaft nach dem Hinspiel auch das Rückspiel, ist die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt. Setzt sich der FFC gegen die Bochumerinnen durch?

 
Aktuelle Fotos und Videos
TuS 05 Sinsen ist Landesligist
Bildgalerie
Bezirksliga
8. Lippe-Schultriathlon
Bildgalerie
Lippe-Schultriathlon
Im Regen in den Himmel
Bildgalerie
31. Marktplatzspringen
Aus dem Ressort
Spvgg. Erkenschwick: Ein gelungener Abschied
Fußball-Westfalenliga
„Danke für `ne geile Saison“ stand auf dem Spruchband, was die Fans nach dem Spiel ausrollten und ihr Team feierten. Denn die Stimberg-Kicker hatten, obwohl Aufstieg und Vizemeisterschaft besiegelt waren, auch im letzten Heimspiel Vollgas gegeben und gegen Werdohl ein Offensivfeuerwerk entfacht.
Vfb Hüls schlägt MSV II
Fußball: NRW-Liga
Das ist das besondere Selbstvertrauen von Horst Darmstädter. Der Fußball-Boss des VfB Hüls verzichtete vor dem letzten regulären Heimspiel der NRW-Liga Saison auf die Verabschiedung der Spieler, die den Verein verlassen werden. „Warum soll ich ihnen jetzt schon Blumen geben“, so seine Aussage vor...