Ahsen zieht ins Endspiel ein - und der Schiri Rot gegen Akin Gencay

Titelverteidiger SV Borussia Ahsen steht nach 2012 erneut im Endspiel um die Stadtmeisterschaft und erneut gehts dann gegen Dauerrivale Kültürspor. In einem eher durchwachsenen Spiel gewann die Elf von Christian Schnettger das Halbfinale gegen Schwarz-Weiß Meckinghoven mit 2:1 (1:0). Erst ein Elfmetertor von Marcel Tost brachte die Entscheidung.

Datteln.. Der Titelverteidiger war von Anpfiff an bemüht, die Partie zu kontrollieren. Das gelang der Schnettger-Elf auch weitestgehend. Was aber fehlte, war die Durchschlagskraft. Denn allzu viel Mühe hatten die Meckinghover nicht, die Ahsener Angriffe abzufangen.

Was in der Defensive noch ganz ordentlich aussah, änderte sich aber im Spielaufbau. Das Team von Sobbe Omairat und Carsten Faßbender schien zu viel Respekt vor den Borussen zu haben. Die Folge waren lange Bälle in die Spitze, die wiederum meist viel zu hektisch und unkontrolliert vorne ankamen. Ahsen versuchte derweil weiterhin, den Meckinghover Defensiv-Riegel zu knacken. Allerdings brauchte es dafür erst einen Eckball: Thorben Kamp zirkelte scharf vors Tor, Marc Schmülling nickte ein - 1:0 (21.). Eine verdiente Führung, wenn auch nicht glanzvoll.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag - denn plötzlich stand’s 1:1. Sobbe Omairat war über rechts davon geeilt. Mit etwas Glück überwand er auch Keeper Marvin Morgenstern im Borussen-Tor. Doch die Meckinghover Freude hielt nicht lang’. Denn nur eine Minute später erlaubte sich Akin Gencay eine offensichtliche Tätlichkeit gegen Morgenstern. Schiedsrichter Christian Rübenstahl zeigte völlig zu Recht Rot (34.).

Nun war’s hektisch. Ahsen wollte nicht in die Verlängerung und drückte auf die erneute Führung. Doch trotz Überzahl und auch Übergewichts wollte der Ball nicht die Meckinghover Torlinie passieren. Das lag übrigens auch an Schlussmann Sträter, der zweimal in höchster Not eingriff (38./41.).

So war es am Ende wieder eine Standardsituation, die für die Entscheidung sorgte. SWM-Verteidiger Christian Hanel spielte den Ball im Strafraum mit der Hand. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marcel Tost sicher (55.).
Damit gibt’s am morgigen Samstag die Neuauflage des Finals aus dem letzten Jahr: Ahsen trifft auf Kültürspor, die nach der damaligen 1:6-Packung sicher noch eine Rechnung begleichen wollen...