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Ahlmann: Außer Spesen wenig gewesen

31.01.2010 | 19:16 Uhr

Recklinghausen. Ahlmann brilliert nur im Zeitspringen. Weltcups in Bordeaux und Vigo.

Es gibt diese Tage und es gibt diese Turniere. Da läuft nichts. Oder jedenfalls so gut wie nichts. Und unterm Strich bleibt kaum mehr als ein gewisser Erkenntnisgewinn. Damit und mit einem zweiten Platz in einer Zeitspringprüfung musste sich Springreiter Christian Ahlmann (RV Alt-Marl) beim Internationalen Turnier im brandenburgischen Neustadt/Dosse begnügen.

Eigentlich zu wenig für den 35-jährigen Marler, der die 1100 Kilometer hin und retour allerdings auch nicht mit seiner allerersten Garde bestritt. Im Zeitspringen hinterließ er als Zweiter mit Papillon einen guten Eindruck. Anders als in den zwei schwersten und bestdotierten Prüfungen, in denen er auf Tindorette setzte. Die Graf-von-Lindenau-Halle ist aber offenbar nicht das geeignete Terrain für die zehnjährige Stute, die jeweils drei Abwürfe hatte und mit der Ahlmann deshalb weit abgeschlagen im Feld landete.

Nach den guten Resultaten in Münster und ordentlichen Ergebnissen in Leipzig blieb Ahlmann in Neustadt hinter den Erwartungen zurück. Für ihn geht es nun darum, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Ende 2009 hatte er mit zahlreichen guten Resultaten in der Weltrangliste an Boden gewonnen und außerdem seine Chance an einer neuerlichen Teilnahme am Weltcup-Finale gewahrt. Mitte April trifft sich in Genf die internationale Spitzenklasse. Die besten 18 Akteure der Westeuropa-Liga sind dann mit dabei.

Für die Qualifikation benötigt der dreimalige Europameister allerdings noch ein paar Zähler, zumal am vergangenen Wochenende in Zürich einige Akteure punkteten, die in der Westeuropa-Liga bislang noch hinter ihm lagen. Darunter ist auch Lars Nieberg (Homberg), mit Levito gestern Zweiter, der nunmehr auf Platz 21 fünftbester Deutscher ist. Vorerst rutschte Ahlmann noch hinter Daniel Deuseser (24.) auf Platz 26 zurück, hat aber immer noch Sichtkontakt zu den Rängen, die eine Teilnahme in Genf ermöglichen. Auf dem entscheidenden 18. Platz liegt der Franzose Patrick Delaveau (29 Pkt.).

Qualifizieren kann sich der Marler für das Weltcup-Finale am den kommenden bei den Wochenenden. Zuerst steht das Turnier in Bordeaux (Frankreich) an. Eine Woche später geht es in Vigo (Spanien) erneut um Punkte. Bei beiden Stationen dürfte er entweder mit dem jungen Taloubet Z, der in Stuttgart und Mechelen insgesamt für 20 Punkte sorgte, oder mit dem routinierteren Lorenzo versuchen, sich in der Spitze zu platzieren.

Andreas Rorowski

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