0:11 - Suderwich demütigt Hochlarmark

Schlimmer hätte das Trainer-Intermezzo von Ramadan Omeirat beim A-Kreisligisten 1. FC Preußen Hochlarmark nicht laufen können. Mit einer Niederlage im Derby gegen die zuletzt immer besser aufspielende SG Suderwich war zwar zu rechnen. Dass der Tabellenletzte aber gleich eine 0:11-Schlappe kassierte und damit noch gut bedient war, das haute auch den bulligen Omeirat aus den Schlappen.

RECKLINGHAUSEN.. "Das war Enttäuschung pur", sagte der sichtlich geknickte Coach. In der vergangenen Woche hatte der Sportliche Leiter am Senghorst auch den Job an der Line übernommen, nachdem Martin Hannappel aus Zeitmangel das Amt niedergelegt hatte.

Rettung scheint aber nach Aussage von Omeirat in Sicht: Schon am heutigen Montag soll ein Kandidat, der gestern noch im Urlaub weilte, seine Zusage geben. Er wird wohl Wunder vollbringen müssen, um eine auch gegen Suderwich wiedermal bemühte, aber überforderte Preußen-Elf wieder aufzurichten.

Gegen Suderwich tat sich der Tabellenletzte zudem mit einer offensiven Ausrichtung keinen Gefallen. Zwar spielte sich so das Geschehen vor der Pause weitestgehend in der SGS-Hälfte ab. Doch reichte den Suderwichern meist ein Steilpass und sogleich brannte es vor dem Preußen-Kasten lichterloh.

Allen voran freute sich SGS-Stürmer Sascha Funke, dem gleich vier Treffer gelangen: per Kopf zum 1:0 (4.), per Flachschuss zum 2:0 (18.) und nach dem 3:0 durch Andreas Senkowski (38.) noch per Heber über den bemitleidenswerten Sebastian Schade im Preußen-Tor zum 4:0-Pausenstand. Gerade auf dem Rasen zurück, folgte sogleich Funkes zehnter Saisontreffer: Mit einem Haken ließ er Hochlarmarks Yakup Akyol aussteigen und überwand den schon leicht entnervten Schade zum 5:0 (47.).

"Du machst einen Abschlag, drehst dich gerade wieder um und schon ist der Ball wieder da", beschrieb der 31-Jährige das Spiel aus seiner Sicht. Hatten die Hochlarmarker bis dahin noch Gegenwehr im Mittelfeld geleistet, begann nun die Monotonie.

Erst recht, als sich Alexander Schürmann mit einer Notbremse gegen Senkowski und der Roten Karte von Schiedsrichter Marco Damm verabschiedete und der Gast nur noch mit zehn Mann dastand (66.). Markus Widera verwandelte vom Punkt zum 6:0, traf dann per Handelelfmeter auch zum 7:0 (71.). Der eingewechselte Christoph Meyer schob drei Treffer nach (75.,82., 89.), Vural Kabasakal begnügte sich mit einem Tor dazwischen (88.) - 11:0.