Zwei Lokalrivalen in Lauerstellung

Hat sich und seiner Mannschaft eine Herkulesaufgabe auferlegt. Aus zehn Spielen braucht die HSG Velbert/Heiligenhaus von Olaf Schulz wohl noch zehn Siege, um in die Verbandsliga zurückzukehren.
Hat sich und seiner Mannschaft eine Herkulesaufgabe auferlegt. Aus zehn Spielen braucht die HSG Velbert/Heiligenhaus von Olaf Schulz wohl noch zehn Siege, um in die Verbandsliga zurückzukehren.
Foto: Uwe Möller
Was wir bereits wissen
Zehn Spiele vor Saisonende liegen die HSG Velbert/Heiligenhaus und der Niederbergische HC als Tabellenzweite jeweils aussichtsreich im Aufstiegsrennen. Die Ziele unterscheiden sich jedoch

Velbert.. Die Velberter Handball-Landesligisten HSG Velbert/Heiligenhaus und der Niederbergische HC biegen allmählich auf die Zielgerade der Saison ein. Zehn Spiele haben beide Mannschaften noch zu absolvieren, die Ausgangslagen könnten ähnlicher kaum sein. Beide liegen hauchdünn hinter dem Spitzenreiter, empfangen diesen noch in heimischer Halle und unterlagen diesem im Hinspiel jeweils mit fünf Toren. Ein Sieg und die Tabellenspitze wäre erklommen, vorausgesetzt die vorherigen Spiele werden ebenfalls siegreich gestaltet. Doch es gibt zwei gravierende Unterschiede zwischen den beiden Aushängeschildern der niederbergischen Handballlandschaft: Die Erwartungshaltung und die Voraussetzungen.

Diese sind nämlich bei den Verbandsligaabsteigern der HSG weitaus höher als beim NHC, der sich gerade in seiner zweiten Landesligasaison befindet. Bei der Mannschaft von Olaf Schulz ist der direkte Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben, Elmar Müllers Sieben will ihre gute erste Spielzeit bestätigen und sich weiterhin so gut wie möglich präsentieren.

Zehn Siege müssen her

Um das gesteckte Ziel noch zu erreichen gibt Adler-Trainer Schulz eine klare Marschroute vor: „Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben und müssen die restlichen Spiele gewinnen. Gegen den Ersten aus Dümpten gilt es, den Fünf-Tore-Rückstand aufzuholen.“ Der wohl alles entscheidende Showdown gegen den HSV Dümpten steht für die HSG bereits am übernächsten Spieltag an, vorher geht es noch zu Kellerkind Winfried Huttrop. „Der Aufstieg bleibt das Ziel. Von Understatement halte ich nichts, wenn man insgeheim weiß, dass man zu mehr im Stande ist. Die schmerzlichen Punktverluste gegen Altendorf und Rade/Herbeck müssen wir gegen Dümpten wettmachen“, gibt sich Schulz weiterhin optimistisch.

Für den nicht eingeplanten Aufstieg braucht auch der NHC einen ähnlichen Lauf. Doch Trainer Müller verweist auf die begrenzten Möglichkeiten im Vergleich zur HSG und Ligaprimus Unitas Haan: „Die HSG ist individuell sicherlich stärker besetzt als wir, dort will man wieder aufsteigen. Auch Haan ist mit ehemaligen Oberligaspielern gespickt. Wir müssen das mit unserem Kollektiv und Teamgeist kompensieren.“ Bis zur Kraftprobe gegen Haan hat der NHC noch drei Spiele zu bestreiten und „wenn wir diese drei Partien positiv gestalten, dann wird das Waldschlösschen gegen Haan kochen“, verspricht Müller. Doch auch das dann ausstehende Restprogramm hat es in sich. Das Müller-Kollektiv muss noch gegen den Fünften TV Ohligs und an den letzten beiden Spieltagen bei den selbsternannten Mitfavoriten Remscheid und Wermelskirchen antreten. „Wir werden die Situation solange genießen, wie es geht“, gibt sich Müller bescheiden.

Weichen für die Zukunft gestellt

Unabhängig vom Verlauf der laufenden Spielzeit blickt man in beiden Lagern natürlich auch in die Zukunft. Diese scheint rosig auszusehen. Die HSG entwickelt sich als Gesamtverein prächtig. „Wir wollen als ganzer Verein wachsen. Dazu gehören auch die Reserve und die Jugend, die momentan großen Zulauf erfährt.

Außerdem wird der Tag kommen, an dem wir wieder Verbandsliga spielen werden“, frohlockt Schulz.

Der NHC kann hingegen schon einen oberligaerfahrenen Zugang für die kommende Saison vermelden. Vom Bergischen HC II stößt Pascal Cordes, der bereits mit Pascal Schusdzarra und Phillip Eichhorn zusammengespielt hat, zum Team.