Zeit für neue Ziele
20.02.2012 | 17:42 Uhr 2012-02-20T17:42:00+0100
Velbert. SSVg Velbert II hat den Aufstieg abgehakt, geht aber ehrgeizig in die Rückrunde der Bezirksliga.
Zwar sprachen Michael Bestler und Tobias Winterpacht, das Spieler-Trainer-Gespann der SSVg Velbert II, vor der Bezirksliga-Saison niemals davon, unbedingt aufsteigen zu müssen. Hörte man ihnen allerdings genau zu, war auch klar, dass der direkte Wiederaufstieg durchaus gewollt war. Bereits nach der Hinrunde ist dieses Thema jedoch vom Tisch. Zu überlegen agiert der Mülheimer SV und der Rückstand ist mit 14 Punkten schlicht zu groß.
So mussten sich Bestler und sein Team in der Winterpause neue Ziele setzen und wurden schnell fündig. „Zum einen wollen wir mit einem Sieg am ersten Spieltag gegen Mülheim die Liga wieder etwas spannend machen und zum anderen beginnt für alle meine Spieler jetzt die Bewährungszeit für die nächste Saison“, erklärt Bestler. Denn dann hat der ehemalige Publikumsliebling der SSVg-Anhänger viel vor. Für die Saison 2012/2013 wird schon jetzt kein Blatt mehr vor den Mund genommen: „Dann müssen wir einfach hoch. Schließlich wollen wir der Unterbau der ersten Mannschaft sein, wenn diese dann viertklassig ist, müssen wir eigentlich in der Landesliga spielen“, sagt der Coach und formuliert direkt eine Warnung an seine Spieler: „Wer einfach nur ein bisschen kicken will, ist hier falsch und wer jetzt schleifen lässt, kann im Sommer gehen.“
Das gilt auch für zwei Spieler, die erst vor wenigen Wochen zur SSVg II gestoßen sind. Nachdem sich die Bleckmann-Brüder im Sommer getrennt hatten, sind sie nun bei ihrem alten Club wiedervereint. Während Fabian Bleckmann aus disziplinarischen Gründen den TVD verlassen musste, konnte sich sein jüngerer Bruder Meik bei der SSVg Heiligenhaus nicht richtig durchsetzen. Jetzt starten beide an alter Wirkungsstätte einen Neuanfang. „Meik bringt natürlich jede Menge Qualität mit, die uns weiterhelfen kann und auch Fabian hat sich bislang gut eingefügt und kann eine gute Rolle spielen“, lobt Bestler die beiden Neuen.
Allerdings ist der Trainer mit der Transfer-Tätigkeit im Winter nicht vollends zufrieden. Zum einen hatten die Baby-Blauen einige Nachwuchsspieler im Visier, die nicht den Weg zum Berg fanden und zum anderen hat die Mannschaft mit Fabio Fehde (SSVg Heiligenhaus) eine ihrer Stützen verloren. „Das ist ein herber Verlust für uns“, so Bestler. Dennoch glaubt er daran, dass seine Mannschaft eine bessere und vor allem konstantere Rück- als Hinrunde spielen kann. Schließlich hatte die SSVg II bislang mit Verletzungssorgen zu kämpfen, doch diese Zeiten scheinen vorerst vorbei zu sein. So ist unter den vielen Trainingsteilnehmern auch Stürmer Bartek Wolak, der nach seinem Wechsel im Juli etliche Spiele wegen eines Mittelfußbruches verpasste.
Doch selbst bei einer perfekten Rückrunde wird es im Sommer wohl den ein oder anderen treffen, der den Verein verlassen muss. Denn auch im kommenden Jahr wird der konsequente Jugendkurs der Blauen fortgesetzt und sechs A-Jugendliche in die Mannschaft integriert. Da ist es natürlich kein leichtes Unterfangen, die Rückkehr in die Landesliga anzupeilen. Doch Bestler stellt klar: „Ich bin kein Typ für Platz drei oder vier. Ich will aufsteigen.“
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